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RIED. Mit 260 Kartonkollegen, die im Eingangsbereich des Krankenhauses aufgestellt waren, machte der Betriebsrat auf den Personalmangel in den österreichischen Krankenhäusern aufmerksam.

Betriebsratsvorsitzende Martina Reischenböck (4. v. r.) und Georg Steinbock (l.) weisen mit Kollegen und Kartonkollegen auf den Personalmangel hin. (Foto: Tips)

Laut einer Studie der AK Oberösterreich fehlen in den Krankenhäusern quer durch alle Abteilungen rund 20 Prozent Personal. Auf das Rieder Krankenhaus bezogen, in dem 1.300 Menschen arbeiten, sind das 260 Mitarbeiter. Besonders betroffen ist der Pflegebereich.

Alter Pflegeschlüssel

Ein Grund für den Personalmangel sei neben den Kosten der seit mehr als 25 Jahren nicht geänderte Pflegeschlüssel, sagt die Betriebsratsvorsitzende des Rieder Krankenhauses Martina Reischenböck: „Dabei wird nicht berücksichtigt, dass wir viel mehr ältere oder demenzkranke Patienten haben, für deren Betreuung wir mehr Zeit bräuchten.“

Immense Belastung

„Die Belastung ist immens“, sagt sie, „viele, besonders im Pflegedienst, haben Kreuzschmerzen, aber die Belastung führt auch zu Langzeitkrankenständen und Burnout.“ Weil die Personaldecke so dünn sei, würden Überstunden nicht abgebaut, sondern ausbezahlt.

Schöner Beruf

Martina Reischenböck legt Wert darauf, dass sich die Aktion nicht gegen die Krankenhausleitung richtet, sondern an die Politik: „Der Pflegeberuf ist ein schöner Beruf. Den wollen wir nicht schlecht reden, sondern bis zur Pension machen können.“

„Mehr von uns. Besser für alle.“

Die Aktion ist Teil der Initiative „Mehr von uns. Besser für alle.“ der Gewerkschaft vida und der Arbeiterkammer, die bundesweit durchgeführt wird. Vida-Landessekretär Georg Steinbock: „Wir wollen mit der Aktion den Personalmangel zeigen und wenden uns dabei an die Politik. Auf www.aufstehn.at kann man eine Petition unterzeichnen, die sich an die künftige Regierung richtet.“


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