Polizeihund stöberte nach Unfall versteckte Kennzeichen auf
RIED IN DER RIEDMARK. Ein Autolenker montierte für Testzwecke das Kennzeichen seines Firmen-Pkw auf ein anderes Auto. Nach einem Wildunfall versteckte er die falschen Nummerntafeln vor der Polizei im Wald. Ein Polizeihund konnte diese im Anschluss allerdings wieder aufspüren.

Gestern fuhr ein 25-jähriger Kosovare aus Linz mit seinem Pkw ohne gültige Zulassung zu Testzwecken auf der B123 von Mauthausen in Richtung Pregarten. Dabei verwendete er missbräuchlich die Kennzeichen eines ihm zugewiesenen Firmen-Pkw. Im Gemeindegebiet von Ried in der Riedmark verursachte er allerdings einen Verkehrsunfall mit einem Wild. Nachdem der 25-Jährige von einem nachfahrenden Autolenker über das Eintreffen der Polizei informiert wurde, entfernte er die missbräuchlich verwendeten Kennzeichen von seinem Pkw und versteckte diese in einem angrenzenden Waldstück.
Polizeihund im Einsatz
Der 25-Jährige verwickelte sich bei der Erstbefragung durch Polizeibeamte am Unfallort in Widersprüche und konnte weder über die eindeutigen Besitzverhältnisse des Autos noch über die Benutzung des Autos ohne Kennzeichen glaubhafte Angaben machen. Daher wurde vor Ort die vorläufige Festnahme ausgesprochen. Da eine Suche durch mehrere Polizeibeamte nach den unterdrücken Kennzeichentafeln im Waldgebiet ergebnislos verlief, wurde die Polizeidiensthundestreife angefordert. Der eingesetzte Diensthund konnte die Kennzeichentafeln in einem Holzstoß unterhalb einer Plane aufstöbern.
Nach weiteren Vorhalten zeigte sich der Kosovare zur Urkundenunterdrückung geständig, weshalb die Festnahme nach Abschluss der Ersterhebungen aufgehoben wurde. Die Kennzeichentafeln wurden wieder an den Firmenbesitzer ausgehändigt. Der Linzer wird wegen mehrerer Übertretungen bei der Bezirkshauptmannschaft Perg sowie wegen Urkundenunterdrückung bei der Staatsanwaltschaft Linz angezeigt.


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