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RIED IN DER RIEDMARK/MAUTHAUSEN. Die Perspektive Mauthausen führte als Teil des Gedenkens an die Ereignisse der von den Nazis als „Mühlviertler Hasenjagd“ bezeichneten Menschenhatz letzten Samstag eine zeitgeschichtliche Wanderung durch.

Mehr als 400 Häftlinge überwanden bei dem Ausbruchsversuch im Februar 1945 Mauern und Stacheldraht. ***Foto:maf
Diese Wanderung und ein anschließendes Zeitzeugengespräch mit Anna Hackl ermöglichte den Teilnehmern einen aufwühlender Einblick in den Ausbruch und die Flucht der mehr als 400 Häftlinge in der Nacht vom 2. auf den 3. Februar 1945 aus dem KZ Mauthausen. Rund 150 Teilnehmer machten sich auf den Weg von der Gedenkstätte über das Schloss Marbach nach Ried. Im vollen Saal eines Rieder Gasthauses schilderte Anna Hackl, wie ihre Eltern zwei Häftlinge versteckt haben. Sie erzählte von den Ängsten, den Widersprüchen und Wirren dieser Zeit und dem ersten Wiedersehen mit den beiden Überlebenden nach 19 Jahre. „Angesichts der gegenwärtigen gesellschaftlichen Entwicklung wünsche ich mir viele Langthalers“  so Perspektive-Vorsitzender und Organisator der Veranstaltung Walter Hofstätter.  

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