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Mann brach gezielt in Häuser ein, deren Bewohner auf Begräbnissen waren

Online Redaktion, 05.04.2023 10:27

AUSROLZMÜNSTER/ INNVIERTEL. Bereits Ende November hat die Polizei in Aurolzmünster einen Einbrecher (41) festgenommen, der gerade in ein Wohnhaus eingestiegen war. Dem Mann konnten jetzt insgesamt 64 Einbruchsdiebstähle in den Bezirken Ried, Braunau und Schärding nachgewiesen werden. Teilweise brach er bei Personen ein, die gerade auf Begräbnissen waren, denn online durchforstete der Mann Traueranzeigen und wählte danach seine Opfer aus.

 (Foto: Rainer Fuhrmann/stock.adobe.com)
(Foto: Rainer Fuhrmann/stock.adobe.com)

Bei den Einbruchsdiebstählen entstand ein Gesamtschaden in sechsstelliger Höhe, wobei Diebesgut in fünfstelliger Höhe wieder an die rechtmäßigen Besitzer ausgefolgt werden konnte. In der Wohnung des Beschuldigten in Deutschland vollzogen die Ermittler gemeinsam mit den deutschen Beamten eine Hausdursuchung. Dort wurden Unmengen an Diebesgut sichergestellt, welches sowohl österreichischen als auch deutschen Tatorten zugeordnet werden konnte. Konkret handelte es sich bei um hunderte Schusswaffen, Messer, Dolche, diverse Artikel aus beiden Weltkriegen (Uniformen, Abzeichen, etc), Gold- und Silberschmuck, Goldmünzen und Zahnersätzen mit Goldfüllungen.

Detailliert geplant

Der 41-Jährige ging bei der Wahl der österreichischen Tatörtlichkeiten nach einem perfiden Muster vor. Er recherchierte vorerst anhand online geschalteter Traueranzeigen, ob es bei den Verstorbenen Hinterbliebene gibt, welche das Haus weiter bewohnten. Danach brach er noch während des Begräbnisses bzw. bis zu drei Monate später dort ein. Der Beschuldigte befindet sich seit 24. November 2022 in Untersuchungshaft. Er wurde der Staatsanwaltschaft Ried im Innkreis angezeigt. Bei seinen Einvernahmen zeigte sich der Mann teilgeständig.


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