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RIED/TUMELTSHAM. Die Kinopremiere des Österreichischen Jugendfilmverbands kann heuer stattfinden. Aufgrund der Corona-Pandemie musste die Kinopremiere letztes Jahr abgesagt werden. Seit Gründung des Vereins im Jahr 2016 durften die jungen Filmemacher im Star Movie Ried die aktuellen Projekte einem interessierten Publikum präsentieren. Am Freitag, 24. September, um 18.45 Uhr werden nun die beiden Anfang 2020 fertiggestellten Filme gezeigt.

Filmdreh „Die Odyssee des Fraunz“ beim Felx‘n in Schildorn. Foto: oejfv
Filmdreh „Die Odyssee des Fraunz“ beim Felx‘n in Schildorn. Foto: oejfv

„Gemeinsam vor und hinter der Kamera“ arbeiteten die Mitglieder des Jugendfilmverbands zusammen, um die Kurzfilme von zwei ihrer Kollegen, Clemens Genböck, Student an der Wirtschaftsuniversität Wien, und Alexander Hörl, Student an der Universität Wien, vom Drehbuch in bewegte Bilder zu verwandeln. Dabei sind zwei sehr unterschiedliche, sehenswerte Werke entstanden.

Das Publikum macht den Film

In „Die Odyssee des Fraunz“ geht es um Franz, einen Drangler, wie er im Buche steht. Doch nun steht er vor seiner größten Herausforderung: dem Nachhauseweg. Ein komplexer Charakter mit tief liegenden Problemen, ein Opportunist, der jeden Tag aufs Neue nimmt, oder doch einfach nur ein hoffnungsloser Drangler? „Diese und noch viele weitere Labels könnte man Franz aufdrücken. Aber die endgültige Entscheidung muss jeder Zuschauer für sich selbst treffen“, so Regisseur und Drehbuchautor Clemens Genböck. Auch der zweite Film – „Godfather“ – lässt dem Publikum viel Interpretationsspielraum. Er stellt die Zuschauer und den Protagonisten Raphael vor ein Rätsel, da nicht alles so ist, wie es auf den ersten Blick aussieht: Die junge Selina hütet ein gefährliches Geheimnis. Um die Wahrheit über seine Freundin herauszufinden, lässt Raphael sich auf ein gefährliches Spiel mit dem blinden Agnus ein. Kann er in einer Partie Schach das Geheimnis lüften?

Deutsch statt Englisch

Der österreichische Jugendfilmverband hat sich vor ein paar Jahren dazu entschieden, Deutsch anstelle von Englisch als Sprache der Filme zu verwenden, um sich von dem Trend abzusetzen, alles auf Englisch zu produzieren. In „Godfather“ wird ein umgangssprachliches Deutsch verwendet, das sich eher am Standard orientiert. „Die Odyssee des Fraunz“ ist hingegen von unterschiedlichen Dialekten geprägt, die die Schauspieler auch in ihrem Alltagsleben sprechen. Dadurch ist es besonders authentisch österreichisch, aber musste auch mit standarddeutschen Untertiteln versehen werden, um für das Publikum im überregionalen deutschsprachigen Bereich verständlich zu bleiben. So wird die Vielfalt der deutschen Sprache auch in den Filmen widergespiegelt.

Regionale Produktion in und um Ried

Zu den Drehorten zählten dieses Mal wieder öffentliche und private Grundstücke im Bezirk. Neben Häusern und Wohnungen in Utzenaich fanden die Drehs im Rieder Stadtpark und auf den ruhigeren Straßen Neuhofens statt – natürlich mit Genehmigung der Privatpersonen und der Gemeinden. Außerdem wurde das Gasthaus „Zum Felx“n“ in Schildorn in Szene gesetzt.

Persönliches Kennenlernen bei der Kinovorstellung

Wer das Ergebnis sehen möchte, mehr über die mögliche Mitgestaltung im Jugendfilmverband erfahren oder die jungen Kreativen einfach persönlich kennenlernen möchte, hat dazu am 24. September nach der Präsentation die Möglichkeit. Bei der anschließenden Podiumsdiskussion können die Filmemacher, Schauspieler und die Crew kennengelernt werden.

Kostenlose Tickets

Die Tickets sind kostenlos und können ganz einfach unter www.jugendfilmverband.at/kinopremiere-2021/ reserviert werden. Es gilt die 3G-Regel.


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