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REICHERSBERG. Die Galerie am Stein von Monika Perzl zeigt im Stift Reichersberg vom 7. Oktober bis 30. Dezember eine Ausstellung der am 28. Jänner 2022 verstorbenen Künstlerin Brigitte Kowanz.

Immersion, 2017, Neon, Spiegel/neon, mirror, 80x80x19cm (Foto: Frank Vinken)
Immersion, 2017, Neon, Spiegel/neon, mirror, 80x80x19cm (Foto: Frank Vinken)

Brigitte Kowanz (1957-2022) ist eine der renommiertesten und wichtigsten Künstlerinnen Österreichs. In mehr als 30 Jahren kontinuierlicher Arbeit hat sie ein eigenständiges künstlerisches Vokabular des Lichts geschaffen. Vokabular ist buchstäblich zu verstehen, denn Brigitte Kowanz setzte Licht als Sprache, als Code ein. Sie arbeitete mit reinem Licht als selbstständiges Medium wie früher die Maler mit reiner Farbe.

Ein entscheidender Aspekt ihrer Kunst ist der Gebrauch von Sprache, der aus der Erfahrung urbaner Räume und der Begriffsschrift der Konzeptkunst stammt. Die ausgewählten Arbeiten dieser Ausstellung stellen einen Kulminationspunkt ihres Instrumentariums dar: die Verwendung von Neonlicht, von Spiegeln, von spiegelnden Metallen, von Schrift, von Code, von Information.

Kowanz ist eine Poetin und Architektin des Lichts. Sie wird gerne als „Botschafterin des Lichts“ bezeichnet. Es geht ihr um die Verschränkung von physikalischem materiellem Raum und immateriellem virtuellem Raum. Der Körper befindet sich im realen Raum. Gleichzeitig erweitert sich dieser reale Raum durch Spiegel, Zweiwegspiegel, künstliches Licht etc. für den Körper zu einem virtuellen Raum. Die Wörter dirigieren den Besucher in einen konzeptuellen Raum, in einen fiktiven Raum, in einen Denkraum.

Eröffnung

Die Ausstellung wird am Freitag, 7. Oktober, um 19 Uhr eröffnet. Es spricht Silvie Aigner.

Die Ausstellung ist von Donnerstag bis Freitag von 15 bis 18 Uhr und Samstag von 10 bis 12 Uhr sowie nach telefonischer Vereinbarung geöffnet.


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