Dorfgeschichten: Ortsgeschehen von einst wird wieder lebendig
BEZIRK RIED. „Unbekannte Dorfgeschichten in der Zeit von Kaiser Franz Joseph – was du noch nie über deinen Ort erfahren hast“, lautet der Titel von sieben heiter-musikalischen Abenden des Rieder Lokalhistorikers Wolfgang Marschall über das Dorfleben von sieben Rieder Gemeinden im 19. Jahrhundert.

Beginnend am 8. März in Waldzell, liest Marschall dabei bisher nicht bekannte Berichte aus verschiedenen Rieder Zeitungen dieser Zeit und kommentiert diese.
Das Dorfgeschehen von damals war aus heutiger Sicht amüsant, überraschend, kurios und abwechslungsreich.
Themen der „Dorfgeschichten“ sind unter anderem brutale Raufexzesse der Dorfzechen, das Böckeln (die spezielle Innviertler Kampfesweise), gefürchtete Bader und Wunderdoktoren, die legendäre Schmerzunempfindlichkeit der Innviertler, der enorme Bierkonsum durch Bierfräsen und Bierdümpler, Tugendpreis für Jungfrauen, Teufelsbegegnung, Ochsenreiten, Pferderennen, Schlitttagen zur Faschingszeit, die ersten Radfahrer und Automobilisten, Nachttopf-, Tabakspfeife- und Locomobile-Diebstahl, Wilderei, Betrüger, Einbruchsdiebstähle, Pferdevergiftung oder der schwerste Innviertler.
Musikalisch passend wird Marschall mit alten Innviertler Gstanzln, Tanzln und Weisen abwechselnd begleitet von der Geigenmusi „Burgstaller plus“ (Georg und Willi Burgstaller, Markus Edtbauer), der Gruppe „Dickschädlat zu dritt“ (Markus Edtbauer, Stefan Kastner, Clemens Roßboth) und Markus Edtbauer solo.


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