Innviertler Künstlergilde: Schönes Jubiläum, unsichere Zukunft
RIED. Die Innviertler Künstlergilde blickt auf ein sehr gelungenes Jubiläumsjahr mit vielen erfolgreiche Veranstaltungen zurück. Heuer stehen neben einigen Ausstellungen auch organisatorische Änderungen auf dem Plan.

Im Rückblick spricht Obmann-Stellvertreter Werner Bauböck von fünf Leuchtturmprojekten. An erster Stelle nennt er das große Buch zum 100-jährigen Jubiläum: „Das wurde wahnsinnig gut aufgenommen. Von den 550 Exemplaren sind nur noch wenige Archivexemplare da.“ Auch die limitierte Grafikmappe stieß auf gute Resonanz. Das dritte Projekt sind die Videos von den verschiedenen Ausstellungen und der 100-Jahr-Feier. Dazu kommen die größten Veranstaltungen der IKG im Jubiläumsjahr: die überaus erfolgreiche Ausstellung im Schlossmuseum in Linz und das ebenfalls sehr gut besuchte Jubiläumsfest am 11. November in Ried.
„Das Jubiläum hat Schwung erzeugt, den wir mitnehmen wollen“, sagt Sigrid Kogler: „Wir hatten 19 Bewerbungen für die IKG und zwölf Neuaufnahmen – so viele wie schon lange nicht.“
Pläne und Probleme
Für 2024 plant die IKG zwölf Veranstaltungen. Den Auftakt macht am 4. April die Fotoausstellung „Schwarz-weiss“ in der „Gilde“ in Ried. Am 30. April folgt die Gruppenausstellung „Körper.Bilder“ in der Raiffeisenbank Ried.
Intern sollen bei der Jahreshauptversammlung die Sparten der IKG neu gegliedert werden, sagt Obmann Klaus Zeugner. Weil bei vielen Künstlern die Spartengrenzen verschwimmen, sollen Malerei, Bildhauerei, Grafik, Fotografie, Architektur und Design künftig in Sparten für bildende, angewandte, darstellende und Medienkunst aufgeteilt werden. Dazu kommen Musik und Literatur.
Von den Finanzproblemen er Stadt Ried ist die IKG auch betroffen. „Aber mit uns wird nicht wirklich gesprochen“, sagt Werner Bauböck. „Wir wissen nicht, woran wir sind, gehen aber davon aus, dass es keine städtischen Förderungen mehr gibt. Da fragt man sich, wofür man arbeitet, wenn es keinen Stellenwert mehr hat. Man kann doch nicht die Kultur derartig abwürgen und ihren Stellenwert für Lebensqualität und den Standort so unterschätzen.“


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