Stelzhamermuseum eröffnete die Saison mit „Bauer Bauer Egger“
PRAMET. Das Kulturhaus Stelzhamermuseum beginnt die heurige Saison mit der Ausstellung „Bauer Bauer Egger – Skulptur und Malerei“ mit Werken des Künstlerehepaares Christine und Alois Bauer aus Wels sowie von Herbert Egger aus Peuerbach. Die gut besuchte Vernissage fand am Samstag, 27. April statt.

Kuratorin Verena Traeger führte in die Ausstellung ein. LAbg. Günther Lengauer überbrachte Grußworte von Landeshauptmann Thomas Stelzer.
Die Arbeiten sind bis einschließlich Sonntag, 23. Juni, immer sonntags von 14 bis 16 Uhr bei freiem Eintritt zu sehen.
Ausstellung
Die Künstler loten mit ihren Werken Material- wie Genregrenzen aus und erweitern sie. Während Alois Bauer seine monumentalen Skulpturen aus Eisen und Kleinskulpturen als edlen Schmuck herstellt, verwendet Christine Bauer verschieden farbige Erden von ausgewählten Plätzen dieser Welt für ihre Gemälde.
Herbert Egger, der an der Kunstuniversität in Linz lehrt, ist mit Arbeiten aus gebogenen, lackierten Eisendrähten und Stahlgittern vertreten.
Gemeinsam haben die drei Künstler bereits mehrfach international ausgestellt und auch einige Kunst-Projekte im öffentlichen Raum realisiert, darunter Altarraumgestaltungen und Verabschiedungsräume wie zuletzt 2020 in Thalheim bei Wels.
Bauer
Alois Bauer (geboren 1948 in Wels) hat nach seiner Goldschmiedelehre, die er mit der Meisterprüfung abgeschlossen hat, mehrere Jahre als Assistent von Alfred Gilow, der das Studienfach Werkerziehung leitete, an der Universität Mozarteum in Salzburg unterrichtet. Sein Oeuvre umfasst monumental angelegte, klar ausformulierte Skulpturen aus geschweißtem Eisen bzw. Stahl sowie kleinformatige Schmuckskulpturen aus Gelb- und Weißgold.
Bauer
Christine Bauer (geboren 1951 in Wels) ist seit 1983 freischaffende Künstlerin. In ihren teils skulpturalen Malereien arbeitet sie mit verschieden farbigen Erden von ausgewählten Orten Europas darunter Frankreich. Sie ergeben eine reiche Farbpalette aus creme- und ockerfarbenen, gelblichen, orangenen, roten, braunen, grauen bis schwarzen Farbtönen. In ihren Strichcodes und Erdorten wirkt die sakrale Spiritualität und sinnliche Haptik des Materials, befreit von der Schwere eines heimatlichen Bodens, aber immer als überreicher Datenpool. Ihre archetypisch elementaren Arbeiten erinnern auf poetische Weise an den Ursprung und Endpunkt Erde.
Egger
Herbert Egger (geboren 1961 in Bad Goisern) hat von 1976 bis 1980 die Bildhauerschule in Hallstatt und 1983 bis 1989 die Universität für Kunst und Industriedesign in Linz besucht, wo er seit 2006 selbst lehrt. Er arbeitet mit den verschiedensten Materialien wie Wachs, Schaumstoff, Fotografie, Metall, Holz und aktuell Eisendraht und Eisengitter, die er in grellen Farben wie orange, rot, grün oder pink aber auch grau lackiert. Durch die Lackierung ergeben sich neue Strukturen. Seine Skulpturen sind oft prozessorientierte Installationen, die Fragen zu Raum und Zeit nachgehen. Immer wieder entstehen veränderbare Skulpturen wie aktuell Global Home, das im Rahmen der Kulturhauptstadt Bad Ischl Salzkammergut 2024 in St. Konrad eröffnet wurde. Eggers Arbeiten waren von Island bis Shanghai, am Inn wie am Ganges zu sehen.
Ausstellungsdauer
Die Arbeiten sind bis einschließlich Sonntag 23. Juni, immer sonntags von 14 bis 16 Uhr bei freiem Eintritt zu sehen.


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