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PRAMET. In der dritten und letzten „INN Begegnung“-Ausstellung zeigt das Kulturhaus Stelzhamermuseum Pramet abstrakte Malereien des Simbacher Künstlers Rudolf Beer und abstrakte Skulpturen des in Lohnsburg und Wien arbeitenden Bildhauers Harald Herkner.

Harald Herkner: Laokoon (2019) (Foto: Archiv Herkner)
  1 / 4   Harald Herkner: Laokoon (2019) (Foto: Archiv Herkner)

Die Ausstellung wird am Samstag, 30. August, um 19.30 Uhr im Kulturhaus eröffnet und ist bis einschließlich Sonntag, 26. Oktober, immer sonntags von 14 bis 16 Uhr barrierefrei und bei freiem Eintritt zu sehen.

Die Ausstellung

Beers poetische, teils gitterartige Malereien begegnen Herkners verschlungene Röhrengebilde, die an organische Strukturen erinnern. Beide Künstler verbindet die Reduktion auf das Wesentliche in Form und Farbe und die Inspiration aus der Natur. Während Beers bevorzugte Technik Acryl auf Papier und Leinwand ist, schweißt Herkner nicht nur hochwertige Materialien wie Cortenstahl, sondern beschäftigt sich auch mit billigen Wegwerf- oder Recyclingprodukten wie Blechdosen, Bechern von Fruchtzwergen oder zarten Müllsäcken, die er skulptural aufbläht.

Rudolf Beers abstrakte Malereien bestehen aus informellen, ausdrucksstarken Farblinien, die sich zu pastos aufgetragenen Farbflächen verdichten und erinnern an Schatten, Linien und Farbflächen aus der Natur. Lineare Pinselstriche verdichten sich zu archetypischen Farbflüssen, die an das Lebensprinzip der ständigen Veränderung erinnern. Sie fließen aus dem Innersten des Künstlers und ermöglichen dem Betrachter/der Betrachterin eigene Assoziationsketten.

Auch Harald Herkner, dessen Skulpturen teils an Wurmgebilde oder Viren erinnern, will die Betrachter anregen, die Arbeiten selbst zu interpretieren.

Die Künstler

Während Rudolf Beer, der 1957 in Teufelseigen in Niederbayern geboren ist, seit 1977 als Maler freischaffend tätig ist, hat Harald Herkner von 1992 bis 1997 bei Michelangelo Pistoletto an der Akademie der bildenden Künste in Wien Bildhauerei studiert.

Herkner, der mütterlicherseits aus einer Rieder Familie stammt, hat bei seinem Onkel, dem Schnitzer Karl Gruber in Hohenzell, bereits als Jugendlicher die Grundkenntnisse des Schnitzens erlernt. Die Beherrschung seines Handwerks ist für ihn die Grundvoraussetzung für seine abstrakten Skulpturen.  

Beide Künstler sind Mitglieder der Innviertler Künstlergilde.

Rudolf Beer ist zudem Mitglied der Künstlergemeinschaft Die Gruppe und des Kunstvereins Altötting sowie Gründungsmitglied des Herbstsalons Braunau-Simbach und der Gruppe Struktur 92. Beide Künstler haben zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland bestückt.

Harald Herkner hat auch an Bildhauersymposien wie in Riedersbach oder 2023 in Braunau teilgenommen. Seine Skulpturen stehen im öffentlichen Raum u. a. in Braunau, Laa an der Thaya, Ried, Riedersbach, Trostberg an der Alz, Voitsberg, Salzburg, Wien und München. Seine größte Skulptur, Loop for Chengdu, steht aber in China. Herkner hat sie 2009 für den Universitätscampus der Southwest Jiaotong University in Chengdu in Sichuan geschaffen.


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