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RIED. Nach der erfolgreichen Premiere der Innviertel Pride 2025 wird auch heuer wieder ein sichtbares Zeichen für Vielfalt, Respekt und Zusammenhalt gesetzt. Die 2. Innviertel Pride geht am Samstag, 18. Juli, über die Bühne.

Andrea Wollbold und Ute Schneiderbauer aus dem organisatorischen Kernteam von Innviertel Pride (Foto: Möseneder)

Was als gemeinsames Projekt vom Kulturverein KiK mit Kunst und Kultur im Innviertel und dem Festival der Regionen begann, hat sich inzwischen weiterentwickelt: Mit dem im Dezember gegründeten Verein Innviertel Pride steht nun ein engagiertes Team hinter der Organisation der Pride und setzt sich für ein offenes Miteinander in der Region ein. Andrea Wollbold und Ute Schneiderbauer aus dem organisatorischen Kernteam erzählen, was sich seit dem Vorjahr getan hat und was die Besucher am 18. Juli in Ried erwartet.

Frage: Die erste Innviertel Pride war ein besonderer Meilenstein. Wie blickt ihr heute darauf zurück?

Schneiderbauer: Es war ein Abenteuer und sehr viel Arbeit. Erstmals eine Pride-Demonstration in der Größenordnung in Ried zu veranstalten, brachte einige Hürden mit sich, die wir aber gut meistern konnten. Alle zogen an einem Strang, so konnte ein guter Grundstein für heuer und die kommenden Jahre gelegt werden.

Was ist euch aus 2025 besonders in Erinnerung geblieben?

Schneiderbauer: Die vielen positiven Feedbacks während und auch noch lange nach der Pride. Eine Besucherin ist während der Kundgebungen auf mich zugekommen und meinte, das sei die beste Pride, auf der sie je war. Das hat mich unglaublich gefreut.

Mittlerweile habt ihr einen Innviertel Pride Verein gegründet. Was macht ihr außer der Pride noch?

Wollbold: Wir organisieren monatliche Stammtische, Lesungen, Spaziergänge, Clubbings und Karaoke-Abende. Viele der Formate finden aktuell im Rieder Bezirk statt, wir bemühen uns aber, auch in Schärding oder Braunau regelmäßig zusammen zu kommen. Erst vor kurzem haben wir einen Spaziergang und Stammtisch in Altheim veranstaltet.

Warum ist ein Verein wie eurer im Innviertel wichtig?

Wollbold: Um zu zeigen, dass es am Land genauso wichtig ist, für seine Rechte zu kämpfen und um einen sicheren Raum für all jene zu schaffen, die ihn benötigen.

Wie viele Menschen engagieren sich mittlerweile für den Verein und wie habt ihr euch gefunden?

Schneiderbauer: Aktuell haben wir 45 Mitglieder, wobei sieben Personen den Vorstand bilden. Das organisatorische Kernteam für die Pride sind insgesamt 15 Personen. Ganz viel Support und Know-How bekommen wir auch heuer wieder vom Kulturverein KiK, dafür sind wir sehr dankbar. Und das beste: Es kommen immer wieder neue Leute dazu, die sich einbringen möchten.

Welche Erfahrungen konntet ihr aus dem Vorjahr mitnehmen? Wo habt ihr bewusst nachgeschärft oder euch etwas Neues einfallen lassen?

Schneiderbauer: Vor allem in puncto Sicherheit konnten wir aus 2025 viel mitnehmen, das heuer für die abgeänderte Route und das Messegelände als Ort der Kundgebungen angepasst wurde. Auch das Programm ist vielseitiger und abwechslungsreicher gestaltet.

Worauf dürfen sich Besucher am 18. Juli freuen?

Wollbold: Während der Parade freuen wir uns auf DJ-Musik von Sarah Stereo. Moderation und Performances gibt’s von den Drag Artists Lilly Hightower, Eric Big Clit und Unfabulous Cliterella. Besonders freuen wir uns auf eine Poetry Performance von Lou Paulsen und das abschließende Live-Konzert der Underpaid Billionaires, die auch letztes Jahr schon auf einem der Paradewagen dabei waren. Es wird also ein spektakulärer Tag, und bei der Afterparty mit DJs im KuhB:k wird abends weitergetanzt und gefeiert.

Für wen ist die Veranstaltung gedacht?

Wollbold: Für jeden Menschen, der mit uns die Liebe, die Vielfalt und den Zusammenhalt feiern möchte. Dafür muss man nicht Teil der queeren Community sein, es ist ebenso wichtig, als Verbündete mitzugehen und ein Zeichen zu setzen.

Wo kann man sich einbringen, wenn man mithelfen möchte?

Wollbold: Man kann sich bei uns immer mit neuen Ideen einbringen. Wir freuen uns immer über Mithilfe und wir schauen, dass sich alle mit ihren Stärken und Kapazitäten gut einbringen können. Auch für die Pride freuen wir uns über Unterstützung zum Beispiel beim Auf- und Abbau oder beim Ordnerdienst.

Worauf freut ihr euch heuer besonders?

Beide: Auf hoffentlich ganz viele neue Gesichter, großartige Gespräche, Spaß und Glitzer.

Ablauf und Route

Ab 15 Uhr treffen sich die Teilnehmer auf dem Messegelände beim FIH-Gebäude.

Die Parade startet um 16.15 Uhr Die Route führt vom Treffpunkt zur Brucknerstraße, von dort im Uhrzeigersinn zum Messekreisverkehr, über die Thurnerstraße und Bayrhammergasse zur Rainerstraße und Weberzeile, dann über die Braunauerstraße und Brucknerstraße zurück zum Start.

Vor dem FIH-Gebäude findet ab 18 Uhr die Kundgebung mit verschiedenen Speakern und Speakerinnen, Performances und Livemusik statt.

Den Ausklang bildet dann die Pride-Afterparty mit DJs und Performances ab 21 Uhr im KuhB:K.


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