Großes Interesse bei "Der Bundschuh"-Präsentation in Ried
RIED. Im vollbesetzten Sparkassen-Stadtsaal ist die neue Ausgabe des „Bundschuh“ vorgestellt worden. In der Schriftenreihe des Museums Innviertler Volkskundehaus erscheinen seit beinahe 30 Jahren heimatkundliche Beiträge über das Inn- und Hausruckviertel.

Durch das Engagement zahlreicher ehrenamtlicher Autoren ist in dieser Zeit ein unschätzbarer Wissensschatz über die Region entstanden. „Mittlerweile bekommen wir regelmäßig Anfragen aus anderen Ländern, zuletzt aus Kanada und Lettland, die den Bundschuh als Nachschlagewerk nutzen“, so Nicole Mahr aus der Kulturabteilung und dem Redaktionsteam in ihren Grußworten. Dass der Bundschuh eine solche Bedeutung erlangt hat, freut das Team, das nach der Pensionierung der langjährigen Leiterin Sieglinde Frohmann die Schriftenreihe weiterführt.
Vizebürgermeister und Obmann des Kulturausschusses Thomas Dim würdigte die Arbeit um Nicole Mahr, Sabine Spießberger und Julia Hütter. Der Bundschuh sei ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie regionale Geschichte erforscht, dokumentiert und für nachfolgende Generationen sichtbar gemacht werde.
Auf die einzelnen Beiträge ging Cornelia Schlosser, Leiterin des Holz- und Werkzeugmuseums Lignorama, ein. Kurzweilig und humorvoll gab sie Einblicke in die Werke bewährter sowie zahlreicher neuer und junger Autoren. So findet sich in der neuen Ausgabe Hintergrundwissen zur Astrofotografie, persönliche Einblicke in einen früheren Dorfkramerladen samt Einkaufszettel, Berichte über Amtsmissbrauch in den 1830er-Jahren oder die Ausbildung von Soldaten im Zweiten Weltkrieg. Weitere Beiträge beschäftigen sich mit dem Widerstand gegen die Nationalsozialisten, der Reichsbrücke Braunau-Simbach, Brandkatastrophen und Feuerwehren sowie mit botanischen Themen rund um Pilze, Bäume, Flechten und Misteln.
Der neue Band ist im Museumsshop des Innviertler Volkskundehauses sowie im Buchhandel zum Preis von 23,90 Euro erhältlich.








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