Streetwork Ried: 20 Jahre im Einsatz für „schwierige Fälle“
RIED. Zum 20-jährigen Bestehen veranstaltet Streetwork Ried am Samstag, 7. Oktober, in seinem Domizil in der Wohlmayrgasse 7 und auf dem Platz davor ein Jubiläumsfest.

Los geht's um 15 Uhr, der kurze offizielle Teil mit Grußworten von Bezirkshauptfrau Yvonne Weidenholzer und Bürgermeister Albert Ortig ist für 15.30 Uhr geplant. Die Besucher des Festes können eine Fotoschau aus zwei Jahrzehnten Streetwork Ried. Daneben gibt es viel Gelegenheit zu Small- und Big Talk, eine Fotobox, einen Minisoccer (auf innviertlerisch: Scheiblkistn), in dem sich die Besucher sportlich betätigen können, und der Zauberer Fatih Bektas (war schon bei „Deutschland sucht den Superstar“) ist zu Gast.
Viele Veränderungen
Seit der Gründerzeit von Streetwork Ried in dem umgebauten ehemaligen Feuerwehrgebäude am Autobusbahnhof hat sich einiges geändert – das Büro, die Mitarbeiter, vor allem aber die Akzeptanz und der Status von Streetwork. Vor 20 Jahren war gar nicht selten zu hören: „Streetwork? Brauch' ma des?“ Streetworkerin Kerstin Hofstätter, die von Anfang an dabei war, erinnert sich: „Dass sich zwei ausgebildete Jugendsozialarbeiter hinter die 'schwierigen' Jugendlichen stellen und diese auch noch unterstützen, war für viele schwer verständlich.“
Große Akzeptanz
Mittlerweile ist die Arbeit von Streetwork überall anerkannt – bei den Behörden und Institutionen ebenso wie in der Bevölkerung und vor allem bei der Zielgruppe, den Jugendlichen. Ob Skater, Fußballfans, Jugendliche mit Migrationshintergrund oder andere „schwierige Fälle“ – sie alle finden bei Streetwork Ried Beratung und Hilfe. Wegen des akzeptierenden Ansatzes, der Verlässlichkeit und der schnellen und unkomplizierten Hilfe im Bedarfsfall vertrauen die jungen Menschen Streetwork und gewähren Einblick in ihr Leben.
Das Büro wanderte mehrmals, die Mitarbeiter wechselten – die Konstante war Kerstin Hofstätter, die den Betrieb oft genug wochen- und monatelang alleine aufrecht erhalten musste.
Zukunft
Ruhe geben wird sie auch in der Zukunft nicht. „Wir werden die jungen Menschen weiterhin in den Gemeinden und der Stadt Ried aufsuchen und sie einladen, ihren Platz im öffentlichen Raum und in der Öffentlichkeit zu bewahren und einzufordern. Wir werden kreative Angebote setzen, die nach außen hin sichtbar sind und die jungen Leute bestärken, sich zu zeigen.“


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