Klimastreik diesmal online

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Ein Fridays For Future-Schulstreik vor einem Jahr. (Foto: Tips/Horn
Ein Fridays For Future-Schulstreik vor einem Jahr. (Foto: Tips/Horn
Walter Horn Walter Horn, Tips Redaktion, 23.04.2020 18:07 Uhr

RIED. Der fünfte weltweite Klimastreik am Freitag, 24. April, ist wegen der Coronakrise ins Internet verlegt worden. Geplant sind Livestreams auf den Social-Media-Kanälen und eine Aktion, bei der Banner aus den Fenstern gehängt werden. Fridays For Future Ried nimmt natürlich teil und versucht, so viele Leute wie möglich zu erreichen.   

Fridays For Future Österreich, Amnesty International, Greenpeace, Global 2000, das Klimavolksbegehren, System Change Not Climate Change und viele weitere Umwelt- und Menschenrechts-NGOs rufen am 24. April zum Online-Streik für mutige und sozial-gerechte Klimapolitik auf (alle unterstützenden Organisationen sind auf der Homepage klimaprotest.at zu finden)

Klimakrise nicht aus den Augen verlieren

Unter dem Titel „Weltweiter Klimastreik Online: Gemeinsam schaffen wir jede Krise!“ wird gefordert, trotz der dramatischen Coronakrise die Klimakrise nicht aus den Augen zu verlieren. Denn weiterhin bedroht die Klimakrise unsere Zukunft.

Die aktuelle Corona-Pandemie fordert tausende Menschenleben. Zusätzlich haben Millionen von Menschen ihren Job verloren und fürchten aufgrund der ausgelösten Wirtschaftskrise um ihre Existenz. Für all diese Herausforderungen braucht es vorausschauende, politische Lösungen, die sozial gerecht sind und nachhaltig wirken. Als Teil der Klimagerechtigkeitsbewegung betont Fridays For Future (FFF): Klimaschutzmaßnahmen dürfen gerade jetzt nicht aufgeschoben werden!

Transformation nicht einfacher, aber um so notwendiger

Anja Steinhuber, 18 Jahre, Schülerin im BORG Ried und Fridays For Future-Aktivistin, erläutert: „Die Klimakrise schreitet rasant voran, auch wenn wir gerade nicht daran denken. Besonders in den ärmsten Ländern der Welt bedrohen schon heute Ernteverluste und Extremwetterereignisse Millionen von Menschenleben. Auch in Österreich spüren wir die Folgen. 2020 brauchen wir daher konsequente Klimapolitik, um das Schlimmste abzuwenden. Dass wir jetzt noch dazu mit einer Pandemie konfrontiert sind, macht die nötige Transformation nicht einfacher, aber umso notwendiger!“

„Wir können beide Krisen in den Griff bekommen“

FFF fordert, dass die Regierung aktuelle Wirtschaftshilfen nicht in fossile Industrien stecken darf, sondern sie für einen nachhaltigen Umbau unseres Wirtschafts- und Sozialsystems verwenden muss. Um das Pariser Abkommen einhalten zu können, müsse noch in diesem Jahr auf nationaler und EU-Ebene der Weg zu einem Green New Deal eingeschlagen werden.

„Investitionen und Klimaschutzmaßnahmen nicht aufschieben“

David Heuser, Aktivist bei System Change Not Climate Change, betont hierbei die Notwendigkeit von Solidarität und klimagerechter Politik: „Wenn wir zusammenhalten, können wir eine lebenswerte Zukunft für uns alle schaffen. Zusammenhalt und Klimagerechtigkeit heißt für uns echte Solidarität - auch mit Geflüchteten an den EU-Außengrenzen, mit Armutsbetroffenen in Österreich und dem globalen Süden, für welche die Klima- und die Coronakrise besonders katastrophale Folgen haben. Die Bundesregierung darf die Corona-Pandemie nicht zum Anlass nehmen, notwendige Investitionen und Klimaschutzmaßnahmen für eine nachhaltige Zukunft und das Erreichen der selbstgesteckten Klimaziele aufzuschieben.“

#NetzstreikFürsKlima

Um den Forderungen für eine sozial-gerechte Klimapolitik Öffentlichkeit zu verschaffen, werden am Freitag, 24. April österreichweit bunte Banner oder Streikschilder aufgehängt – am Gartenzaun, an Fenstern oder Balkonen und natürlich unter Einhaltung der Ausgangsbeschränkungen.

 

Programm

Von 12 bis 14 Uhr wird am Freitag, 24. April, online ein Programm mit Rede- und Musikbeiträgen auf den Social-Media-Kanälen gestreamt.

Das genaue Programm ist auf www.fridaysforfuture.at und www.klimaprotest.at zu finden.

Der gesamte Aufruftext ist hier zu finden.

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