Erfahrungsaustausch über Gedenken an Landarbeiterkinder

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Walter Horn Walter Horn, Tips Redaktion, 20.09.2020 12:12 Uhr

UTZENAICH. Im „Fremdvölkischen Kinderheim“ in Wilhelming, Gemeinde Utzenaich, starben zwischen Oktober 1944 und Mai 1945 34 Säuglinge, weil ihnen als Kinder von „Ostarbeiterinnen“ aus rassistischen Gründen kein Lebensrecht zugestanden wurde.

Der heutige Bürgermeister von Utzenaich Günther Lengauer gewann Pfarre, Gemeinde und Landjugend zur Errichtung einer würdigen Gedenkstätte am Friedhof, auf der die Namen der „Ausgelöschten“ verewigt wurden.

Erfahrungsaustausch

Vor kurzem besuchte eine Gruppe aus Burgkirchen an der Alz (Kreis Altötting) zum Erfahrungsaustausch Pichl bei Wels und Utzenaich. In der örtlichen bayrischen „Ausländerkinder-Pflegestätte“ sind zwischen Juli 1944 und April 1945 160 Kleinkinder „fremdländischer“ Frauen verstorben. Ihre Mütter waren meist Zwangsarbeiterinnen in der örtlichen Industrie. Historiker und Heimatkundler haben die Fakten erforscht und bei der Kirche eine Gedenkstätte errichtet. Durch eine jährliche Gedenkfeier halten sie das Gedächtnis wach.

Arbeitsgruppe

In Oberösterreich forscht derzeit eine Arbeitsgruppe unter Florian Schwanninger (Schloss Hartheim), um einen Überblick über alle Heime für „Zwangsarbeiter-Kinder“ im damaligen Oberdonau zu gewinnen, und bereitet eine Publikation vor. Die Zusammenarbeit zeigt schon bisher nicht registrierte Unterbringungs-Typen und eine erschreckend hohe Anzahl von „zu Tode gepflegten“ Kleinkindern.

400 bis 500 „Pflegestätten“

Insgesamt soll es rund 400 bis 500 solche Pflegestätten es in den Jahren 1944/45 im gesamten Deutschen Reich gegeben haben. Weit über 100.000 Kinder sind zu Tode gekommen.

Für den Kreis Schärding gab es ein Heim im „Waldschlössl“ in Schardenberg, für Braunau in Burgkirchen - Mauerkirchen.

Martin Kranzl-Greinecker organisierte den Informationsaustausch zu dieser Thematik und führte vor einigen Monaten eine österreichische Delegation nach Bayern.

 

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