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MEHRNBACH. Margit Kettl hat vor neun Jahren mit ihrem Mann Gerald Kettl den Hof übernommen. Die Corona-Krise war unter anderem ausschlaggebend, dass sich die 36-jährige Bäuerin mit ihrem Mann für den Ausbau der Direktvermarktung entschieden hat. Tips sprach mit der Vollerwerbsbäuerin über ihre Pläne.

Margit und Gerald Kettl mit ihren Zwillingen Sebastian und Lorena
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Margit Kettl ist seit 2008 mit Gerald Kettl vulgo Kieneder verheiratet. Die gelernte Einzelhandelskauffrau schätzt die Vielseitigkeit ihres Berufs. „Als Bäuerin lebe ich mit der Natur. Mit Corona hat sich das Bewusstsein nochmals verändert. Es hat sich herausgestellt, wie wichtig Regionalität ist. Die Leute schätzen das wieder. Deshalb lag es nahe aus unserer Milch frische Milchprodukte wie Joghurt, Frischkäse, Joghurtbällchen, Molke etc. herzustellen“, erzählt Margit Kettl, die gemeinsam mit ihrem Mann eine Rinderviehhaltung mit 65 Milchkühen, 65 weiblichen Nachzuchttieren und Stiere führt. „Wir sind gerade im Aufbau der Direktvermarktung auf Selbstbedienungsbasis“, berichten die beiden Vollerwerbsbauern. Dank der Unterstützung ihrer Schwiegereltern lässt sich das tägliche Arbeitspensum bewältigen. Denn Margit Kettl ist nicht nur Bäuerin, sondern auch Mutter von den zweieinhalbjährigen Zwillingen Sebastian und Lorena, um die sich ihre Schwiegermutter liebevoll kümmert. Margits Schwiegervater hilft ebenso noch aktiv am Hof mit. Der Tag beginnt für Margit und Gerald früh. Tagwache ist um fünf Uhr früh, dann gehen die beiden bis zirka acht Uhr in den Stall und danach heißt es für Margit Kinder versorgen, den Haushalt erledigen, kochen, weitere Arbeiten am Hof erledigen, um halb fünf Uhr nachmittags wieder bis zirka 19 Uhr in den Stall gehen und anschließend wird noch Käse gemacht.

Die derzeitige Umstellungs- und Eingewöhnungsphase ist für alle am Hof intensiv. Doch die Leidenschaft für die Natur, die Tiere und die regionalen Lebensmitteln treibt die Ortbäuerin an, ihren Traum von der Direktvermarktung zu leben.


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