Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

BEZIRK RIED. Musikvereine sind aus dem kulturellen Leben nicht wegzudenken. Seit Beginn der Corona-Pandemie ist es um die Musiker ruhig geworden. Wie geht es den Musikern im Bezirk? Tips sprach mit Bezirksobmann Roland Fellner und Bezirkskapellmeister Stefan Unterberger.

Bezirksobmann Roland Fellner Foto: Hohensinn
  1 / 2   Bezirksobmann Roland Fellner Foto: Hohensinn

Tips:Wie geht es den Musikvereinen im Bezirk Ried?

Fellner: Wenn ich mit Musikern telefoniere, versuche ich sie zu motivieren, dass sie ihr Instrument in die Hand nehmen und wieder spielen. Bis alle wieder das Niveau haben, wie vor einem Jahr, wird noch dauern. Besonders freut mich, dass viele junge Musiker das Leistungsabzeichen erfolgreich abgelegt haben.

Tips:Wie lange ist es aus, dass eine Musikprobe stattgefunden hat?

Unterberger: Die letzten Proben waren Mitte Oktober. Was vorher im Ensemble erlaubt war, war dann nur mehr im Einzelunterricht möglich.

Tips:Wie sieht es mit der Nachwuchsarbeit aus?

Fellner: Die findet derzeit nur virtuell in den Musikschulen statt. Aber jeder Musiker braucht Ziele. Auch wenn es am Freitag derzeit keine Probe gibt, könnte man sich digital treffen, um wieder einen Rhythmus zu finden. Es wird wieder Proben, Konzerte und Auftritte geben. Mitte beziehungsweise Ende Juni planen wir ein Sommernachtskonzert. Uns ist wichtig, dass die Musiker wieder musizieren und die Bevölkerung Musik hört.

Unterberger: Beim geplanten Sommernachtskonzert dürfen die Musiker mit dem bronzenen Abzeichen mitspielen und erstmals auf der Bühne stehen. Wir wollen, dass wieder gespielt und die Jugend eingebunden wird. Beispielsweise können sie, wenn es wieder erlaubt ist, einen Gottesdienst mitgestalten. Wir arbeiten auch an Alternativen für die Frühjahrskonzerte. Die Gruppenstimmen können virtuell aufgezeichnet werden. Die Blasmusik wird auch 2021 erklingen.

Tips:Anfang des Jahres finden normalerweise die Generalversammlungen statt. Werden diese auf Ende des Jahres verschoben oder nutzen Musikvereine die Möglichkeit, diese digital abzuhalten?

Fellner: Eine Jahreshauptversammlung kann verschoben werden, eine Generalversammlung mit einer Wahl muss abgehalten werden. Man kann um eine Aufschiebung ansuchen. Aber Neuwahlen können virtuell stattfinden.

Tips: Wie steht es um die finanzielle Lage bei den Musikvereinen?

Fellner: Die größte Einnahmequelle ist das Neujahrsanblasen. Heuer gab es eine Aussendung oder eine Musikerzeitung mit einem Spendenaufruf.

Tips:Ein Musiker liebt öffentliche Auftritte, die Geselligkeit und das Zusammensein. Nun fällt dies bereits seit einem Jahr komplett weg. Wie geht es Ihnen als Musiker in dieser Pandemie?

Fellner: Die Rückmeldungen vom Publikum fehlen. Das Publikum braucht uns und wir das Publikum. Musik ist ein echter Wert in jeder Gemeinde. Mir fehlt auch das Lampenfieber. Musiker sind untereinander auch Freunde, das ist eine Gemeinschaft. Man würde nicht miteinander musizieren, wenn man sich nicht gut versteht.

Unterberger: Die Auftritte und das Publikum fehlen natürlich. Man spürt das Feedback und das Knistern auf der Bühne. Da geht es uns allen gleich. Denn man macht das aus Leidenschaft. Musik verbindet. Die älteren Musiker hält es jung und den jungen Musiker stärkt es. Wir hoffen in absehbarer Zeit bei kirchlichen Festen wieder spielen zu dürfen. Wir halten uns an alle Verordnungen und Vorgaben, damit wir bald wieder für das Publikum da sein dürfen.

Tips:Worauf freuen Sie sich als Musiker heuer noch am meisten?

Fellner: Auf die erste Probe, wenn es wieder aufwärts geht. Außerdem freue ich mich, wenn ich die Musikerkollegen wieder sehe und höre. Wenn die Leute wieder da sind und auf den Applaus.

Unterberger: Auf das gemeinsame Musizieren. Nur in der Gemeinschaft funktioniert das Orchester. Und ich freue mich auf einen vollen Konzertsaal.

Tips:Wird es heuer noch Konzerte beziehungsweise Auftritte geben?

Fellner: Wir wollen positiv in den Sommer reingehen. Die Musiker brauchen Perspektiven. Im Sommer durften wir, als die Gastro noch offen hatte, gelockert spielen. Jetzt ist es Zeit für Planungen. Beispielsweise kann ein Stabführer jetzt ein Showprogramm für 2022 planen. Es wird eine Zeit geben, wo wir wieder gemeinsam musizieren. Daher ist es jetzt an der Zeit, das Instrument in die Hand zu nehmen. Wir leben noch, es gibt uns noch und wir tun auch was. Das möchten wir unserem Publikum sagen.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden


Weitere Beiträge

Nacht der 1.000 Lichter in der Riedbergkirche

"Nacht der 1.000 Lichter" in der Riedbergkirche

RIED. Das Jugend- und Familienteam lädt am Vorabend zu Allerheiligen wieder zur Besinnung und Entschleunigung in die Kirche ein, die von hunderten ...

Tips - total regionalRosina Pixner
Lesung vom Abschiednehmen in Aurolzmünster

Lesung vom Abschiednehmen in Aurolzmünster

AUROLZMÜNSTER. Die Bücherei Aurolzmünster lädt am Dienstag, 27. Oktober, um 14.30 Uhr zu einer meditativen Lesung ein. 

Tips - total regionalRosina Pixner
Führungswechsel bei den Rieder Goldhaubenfrauen

Führungswechsel bei den Rieder Goldhaubenfrauen

RIED. Nach mehr als elf Jahren an der Spitze der Goldhaubengruppen im Bezirk Ried übergab Monika Berger ihr Amt an Inge Binder aus Neuhofen.  ...

Tips - total regionalRosina Pixner
Union Mehrnbach feiert ihr 60-jähriges Bestehen mit „Asphaltrausch“

Union Mehrnbach feiert ihr 60-jähriges Bestehen mit „Asphaltrausch“

MEHRNBACH. In der Asphalthalle der Stockschützen Mehrnbach geht es am Samstag und Sonntag, 24. und 25. Oktober, rund. Die Union Mehrnbach feiert ...

Tips - total regionalWalter Horn
73 Unternehmen trafen sich zum Netzwerken in Neuhofen

73 Unternehmen trafen sich zum Netzwerken in Neuhofen

NEUHOFEN. Neue Kontakte knüpfen, spannende Gespräche führen und frische Ideen sammeln. Beim Open Day des Kompetenz-Netzwerks Innviertel bei ...

Tips - total regionalRosina Pixner
„Skybirds“ feiern 50-jähriges Bühnenjubiläum in Mehrnbach

„Skybirds“ feiern 50-jähriges Bühnenjubiläum in Mehrnbach

MEHRNBACH. Die Asphalthalle der Stockschützen Mehrnbach wird am Samstag, 24. Oktober, ab 19 Uhr zum Treffpunkt für Musikfans aus dem gesamten ...

Tips - total regionalWalter Horn
Weitere Beiträge