Tradition und Brauchtum sind Hermine Aigner ein großes Anliegen
KIRCHDORF/INN. Hermine Aigner erhielt für ihr kulturelles und kunsthandwerkliches Engagement die Silberne Kulturmedaille des Landes OÖ verliehen.

Hermine Aigner ist es ein großes Anliegen, Brauchtum, Tracht und vor allem alte Traditionen aufrecht zu erhalten und diese an junge Generationen weiterzugeben. Die Goldhauben- und Kopftuchgruppe ist ein wichtiger Bestandteil im Leben von Hermine Aigner. Auf ihre Initiative wurde diese 1974 in Kirchdorf gegründet. Vor mehr als 40 Jahren begann sich die Kirchdorferin für „Wachsstöckl“ zu interessieren. Das Wachs als Werkstoff war ihr aus dem eigenen Imkereibetrieb wohl vertraut. Durch viele Besuche in Museen bei früheren Wachsziehern und Antiquitätenhändlern und vor allem durch ihren Experimentiergeist, eignete sie sich einen beträchtlichen Schatz an Wissen an. 2010 haben die Goldhaubenobfrauen mit Hermine Aigner und Josefa Schießl viele Stunden an Handarbeit aufgewendet, um die „Primizkrone“ nach alt überliefertem Vorbild in wertvoller Klosterarbeit-Technik anzufertigen. Eine alte Tradition, die auf volkstümliche Weise auf die Vermählung des Priesters mit der Kirche Bezug nimmt. Diese wurde dem damaligen Jungpriester und jetzigen Propst vom Augustiner Chorherrnstift Reichersberg überreicht.
Eine Impulsgeberin
Während Corona stand Hermine Aigners Nähmaschine nicht still. Sie nähte mehr als 1.000 Mund-Nasenschutz-Masken aus Stoff. Immer wieder ist Hermine Aigner Impulsgeberin und Beraterin bei zahlreichen kulturellen und kunsthandwerklichen Aktivitäten in der Gemeinde und Pfarre sowie bei der Goldhaubengruppe und Hofmarkler Zeche Kirchdorf am Inn.


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