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Volle Auftragsbücher für die Rieder Soldaten – Personalbedarf in der Kaserne

Walter Horn, 19.07.2021 10:25

RIED. Das in der Zehnerkaserne stationierte Panzergrenadierbataillon 13 war seit dem Ausbruch der Pandemie noch stärker gefragt als sonst. Zu den üblichen Aufgaben kamen Einsätze im Rahmen der Covid-Maßnahmen und nach dem Terroranschlag in Wien.

Bataillonskommandant Oberst Alfred Steingreß und Major Hannes Wagner (r.) informierten über die vielfältigen Aufgaben der „13er“. (Foto: Tips/Horn)

Über diese Aufgaben und den daraus resultierenden Personalbedarf informierten Bataillonskommandant Alfred Steingreß und Major Hannes Wagner.

Die „13er“ wurden unter anderen bei Grenzkontrollen eingesetzt, von Ende Oktober 2020 bis Juni 2021 beim Contact Tracing in der Bezirkshauptmannschaft Ried, und sie haben im vorigen Herbst in zweieinhalb Wochen mehr als 10.000 Antigentests durchgeführt. Nach dem Terroranschlag waren Rieder Soldaten von November 2020 bis Juni 2021 mit einer nur sechswöchigen Unterbrechung beim Schutz von Botschaften in Wien im Einsatz.

Die Kaderpräsenzeinheit (KPE) war 2020, so Steingreß, mehr im Einsatz als zuhause. Das habe auch dazu beigetragen, dass einige Soldaten ihren Vertrag nach Ablauf der drei Jahre nicht verlängerten. 

Ausbildung und Einsätze

Zu Jahresbeginn 2021 wäre die Ausbildung eines Vollkontingentes von 207 Grundwehrdienern auf dem Programm getanden, aber 100 von ihnen wurden von April bis Juni im Rahmen der Covid-Maßnahmen nach Tirol versetzt, um dort an den Außen- und Bezirksgrenzen Kontrollen vorzunehmen. So blieben nur etwas mehr als 100 für die Panzergrenadier-Ausbildung übrig, deren Höhepunkte Gefechtsschießen auf dem Truppenübungsplatz Allentsteig waren.

Major Hannes Wagner brachte es auf den Punkt: „Rieder Soldaten müssen immer mit verschiedenen Einsätzen rechnen.“

Geplant ist für die nächste Zeit die Vorbereitung auf einen EUFOR-Einsatz in Bosnien sowie bis Sommer 2022 die anspruchsvolle Ausbildung der zukünftigen Unteroffiziere.

Im nächsten Jahr werden die 13er im Februar und November zwei Mal zusammen mit Einheiten der deutschen Bundeswehr an Übungen in Bayern teilnehmen, dazwischen liegt im Sommer ein dreiwöchiger Aufenthalt in Allentsteig. Im Frühjar 2023 ist wieder ein EUFOR-Einsatz geplant.

Keine Aussage zum Standort

Zur aktuellen Standortdiskussion gab es keine Aussage. Oberst Steingreß: „Diese Entscheidung fällen andere. Die Ministerin hat klare Worte gesprochen.“ In der Kaserne sei aber durchaus registriert worden, wie viele Leute sich seit dem Aufkommen der Standortdiskussion in Ried und ganz Oberösterreich hinter das Bataillon stellten. 

Das Bataillon werde es auf jeden Fall weiterhin geben, sagt Steingeß: „Wir haben viele Aufträge und wir haben Personalbedarf.“

Personal gesucht

In der Rieder Kaserne gibt es freie Arbeitsplätze für Berufs- und Zeitsoldaten – ein Job, der gerade in der Krise sicher sei, wie der Bataillonskommandant betont. Die Rieder Panzergrenadiere benötigen bis zu 80 Leute, und das in allen Bereichen vom Panzerfahrer über IT-Spezialisten und Scharfschützen bis zum Feldkoch. Frauen sind willkommen.

Die Bezahlung beim Bundesheer ist überdurchschnittlich. Wer sich für drei Jahre verpflichtet und damit akzeptiert, in dieser Zeit für sechs Monate im Ausland eingesetzt zu werden, kann danach den Dienst verlängern oder den Vertrag beenden und eine sechsmonatige Berufsförderung in Anspruch nehmen. Der Umstieg auf eine lebenslange Karriere beim Heer ist möglich.

Interessierte können sich jederzeit in der Kaserne melden und beraten lassen.


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