Manfred Hinterholzer geht nach 36 Jahren auf der Gemeinde in Pension

TUMELTSHAM. 36 Jahre hat der Gemeindebedienstete Manfred Hinterholzer für seine Gemeinde wertvolle Arbeit geleistet. Nun darf er in seinen wohlverdienten Ruhestand gehen.
Es gibt wohl keinen, der ihn nicht kennt und keinen Gemeindebürger, den er nicht namentlich kennt. Manfred Hinterholzer kennt seine Gemeinde wie seine Westentasche. Unter vier Bürgermeistern – Johann Poringer, Rudolf Schönauer, Martin Baumgartner und Erwin Diermayr – hat er gearbeitet. Abgeworben hat ihn damals Johann Poringer. „Ich brauche dich, sagte er zu mir. Und ich habe dich beim Arbeitsamt auch schon abgemeldet“, erzählt Manfred Hinterholzer von seinem Jobwechsel. Zu dieser Zeit hat er bei einer Baufirma in Linz gearbeitet. Im Winter mussten damals alle stempeln gehen. So ist er zu seinem Job in der Gemeinde gekommen. Was in den 36 Jahren in der Gemeinde alles gebaut wurde, das weiß der 62-Jährige ganz genau. „Da geht viel Wissen verloren. Früher hat man bei Grabungsarbeiten nicht alles so genau dokumentiert. Manfred hat sehr vieles im Kopf, wann wo gegraben wurde. Ich möchte mich außerdem bei Manfred für die zwölf Jahre sehr gute Zusammenarbeit bedanken. Wir verlieren einen sehr guten Mitarbeiter, auf den wir uns immer zu 100 Prozent verlassen konnten“, sagt Bürgermeister Erwin Diermayr.
Eine kurze Kaffeepause im Kindergarten Auch was den Winterdienst anbelangt, konnte man sich auf ihn immer verlassen. Er war stets der Erste, hat selbstständig alles organisiert, war der Erste, der an Ort und Stelle war. Eine kurze Pause gönnte er sich gegen halb sieben oder sieben Uhr morgens. Da hat der Kaffee-Manfred – wie ihn die Kindergartenkinder liebevoll nennen – auf einen Kaffee bei den Kindergartenpädagoginnen vorbeigeschaut. Wenn sie seine Dienste als Handwerker benötigt haben, war er stets für alle da. „Vom Hausmeister bis zum Frauenversteher – der Manfred war für alle da“, erzählt der Bürgermeister mit einem Schmunzeln.
Handwerker mit Leib und Seele
Manfred Hinterholzer ist ein Handwerker durch und durch: Er hat Straßen gebaut, Kanal verlegt, Maurerarbeiten erledigt, beim Umbau des Feuerwehrhauses, des Kindergartenanbaus, Gemeindeneubaus, Hochwasserprojekten und vielem mehr mitgewirkt. Aus einer Notsituation musste er sich sozusagen bei der Straßenmeisterei kurzfristig mal eine Walze „ausborgen“. Prompt hat er auch gleich einen Anruf bekommen, weil die Leute von der Straßenmeisterei beim Kirchenwirt Mittag gegessen haben und ihn dabei beobachtet haben. „Sie haben uns aber nichts in Rechnung gestellt“, erzählt der nunmehrige Pensionist. Manfred Hinterholzer war aber nicht nur Gemeindebediensteter, er ist nach wie vor Obmann des Feuerwehrmuseums und Kommandant-Stellvertreter bei der Feuerwehr, Brandschutzbeauftragter, Viehpassüberprüfer, um nur einige seiner vielseitigen Aufgaben zu nennen.
Kein Pensionsschock
Eines ist sicher, Manfred wird es auch in der Pension nicht fad. „Ich widme mich dem Garten, dem Modellbau-Fliegen, Holzschnitzarbeiten und dann habe ich auch noch eine Frau. Und das eine oder andere Mal werde ich auch gerne noch auf der Gemeinde vorbeischauen“, erzählt der sympathische Tumeltshamer.


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