Rieder im Einsatz in der Ukraine
RIED. Putins Angriffskrieg zwingt täglich tausende Menschen, ihr Zuhause zu verlassen. Der Rieder Rotkreuz-Bezirksleitungskommandant Andreas Hattinger (56) unterstützt das ukrainische Rote Kreuz im Grenzgebiet zur Slowakei.

Vor ein paar Tagen hat Hattinger noch bei der Errichtung des Flüchtlings-Notquartiers in der Goethestraße in Ried geholfen, jetzt ist er vor Ort in Uschgorod (ukrainisch: Uschhorod) an der Grenze zur Slowakei im Einsatz. Seine Aufgabe dort ist, dringend benötigte Hilfe bestmöglich zu koordinieren.
Seit 1986 beim RK
„Es geht darum, die Zusammenarbeit zwischen lokalen Hilfsorganisationen und der internationalen Rotkreuz-Gesellschaft zu unterstützen“, erklärt Hattinger, der seit 1986 beim Roten Kreuz ist.
Nach dem Sanitätsdienst als Grundwehrdiener beim Bundesheer begann der gelernte Fernmeldemonteur seine Karriere als freiwilliger Rettungssanitäter an der Dienststelle Ried. Drei Jahre später wurde er beruflicher Mitarbeiter.
Hattinger besitzt reichlich Erfahrungen im Umgang mit Flüchtlingen und war bereits auf mehreren Auslandseinsätzen. „2016 war ich beispielsweise in Idomenie, in Griechenland, im Einsatz“, erzählt der Vater von zwei Töchtern, der mit seiner Familie in Geboltskirchen lebt.
Das OÖ. Rote Kreuz hilft
Anhaltende Bombardierungen, Raketenangriffe auf Wohngebiete und Kämpfe in den Straßen drängen die Menschen in der Ukraine an den Rand ihrer Existenz. Viele von ihnen flüchteten in die EU-Länder und hoffen auf ein Leben frei von Angst und Gewalt. Das OÖ. Rote Kreuz hat sich vorbereitet, um sie bestmöglich zu versorgen.
Sie erhalten Zuflucht in temporären Notquartieren, wo sie die Möglichkeit für eine Übernachtung, sanitäre Grundversorgung und einfacher Verpflegung erhalten. Diese Quartiere befinden sich entlang großer Verkehrsrouten. „Dank unserer 24.000 großteils freiwilligen Mitarbeiter und unserer Unterstützer können wir Verantwortung übernehmen und Menschen helfen“, sagt OÖ. Rotkreuz-Präsident Walter Aichinger. Während der Flüchtlingsbewegungen von 2015 bauten die Rotkreuz-Helfer einen breiten Erfahrungsschatz auf, von dem sie jetzt profitieren.


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