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RIED. Das stationäre St. Barbara Hospiz im Rieder Krankenhaus ist bereits seit Anfang Februar in Betrieb. Jetzt wurde es auch offiziell mit einer Feier eröffnet und gesegnet.

Hospizleiterin Nadine Guntner, LH-Stv. Christine Haberlander, Hospiz-Geschäftsführer Rudolf Wagner und BHS-Pflege-Geschäftsführerin Jana Bockholdt mit einem Modell der Gedenkstätte, die vor dem St. Barbara Hospiz in Ried entsteht. (Foto: Tips / Horn)

Im St. Barbara Hospiz werden Menschen in der letzten Lebensphase betreut, bei denen eine Behandlung im Akutkrankenhaus nicht erforderlich und eine Betreuung, beispielsweise zu Hause, nicht mehr möglich ist.

Das Hospiz-Team kümmert sich in einem ganzheitlichen Ansatz um die Bewohner sowie deren An- und Zugehörige. Im Unterschied zur Palliativstation, die eine Entlassung der Patienten anstrebt, ist im stationären Hospiz eine Betreuung bis zum Tod die Regel.

Vorreiter

Ried hat in diesem Bereich eine Vorreiterrolle: Hier wurde 1998 die erste Palliativstation des Landes eröffnet. Das stationäre Hospiz ist nach dem St. Barbara Hospiz  in Linz das zweite im Land. Zu Hause werden Betroffene durch mobile Palliativ- und Hospizdienste unterstützt.

Im Herbst 2020 wurde die Hospiz & Palliativ Akademie am Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern gegründet, die Fort- und Weiterbildung für Mitarbeitende aus dem Gesundheits- und Sozialbereich, für ehrenamtliche Begleiter und Interessierte bietet.

Eigentümer und Träger des Hospizes sind das OÖ. Rote Kreuz, die Vinzenz-Gruppe, die Barmherzigen Brüder Linz und die Elisabethinen Linz.

„Kein Warten auf den Tod“

„Hospiz bedeutet nicht Warten auf den Tod“, sagte Rudolf Wagner, Geschäftsführer der St. Barbara Hospiz GmbH, „es ist eine Heimat für die letzten Lebenswochen.“

Gesundheitsreferentin LH-Stellvertreterin Christine Haberlander sagte: „Die Gesellschaft gibt viel Raum für die Besten, versucht aber oft, das Ende des Lebens zu verdrängen. Im Hospiz wird dem Ende des Lebens Raum gegeben.“

Die Segnung nahmen Stadtpfarrer Rupert Niedl und der evangelische Pfarrer Tom Stark vor. In Anspielung auf die Bibelstelle, in der Jesus davon spricht, Wohnungen im Himmel vorzubereiten (Johannes 14:2), meinte Stark, dass es schön sei, dass es in Ried jetzt ein „Vorzimmer zum Himmel“ gebe.


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