"Als kleiner Junge war ich schon begeistert von den roten Autos mit den Blaulichtern und diese Leidenschaft hält bis heute an"
RIED. Die Feuerwehr Ried lädt am Sonntag, 11. September, zum Tag der offenen Tür ein. Tips sprach mit Feuerwehrkommandant Josef Leherbauer über Einsätze und seine Leidenschaft für die Feuerwehr.

Tips:Seit wann bist du bei der Feuerwehr Ried und seit wann bist du Kommandant?
Josef Leherbauer: Insgesamt bin ich bereits seit 32 Jahren bei der Feuerwehr, der Wechsel zur Stadtfeuerwehr Ried war 2004. Seit 2018 bin ich Kommandant und vorher schon acht Jahre als Kommandant-Stellvertreter tätig.
Wolltest du dich schon immer für die Feuerwehr engagieren?
Ja, ich war als kleiner Junge schon begeistert von den roten Autos mit den Blaulichtern und diese Leidenschaft hält bis heute an.
Wie ist das Gefühl wenn du weißt, jetzt müssen wir zum Einsatz ausrücken?
Durch die neuen Kommunikationsmittel kann man sich mittlerweile sehr schnell auf einen Einsatz einstellen, da die Informationen schon bei der Fahrt zum Feuerwehrhaus bekannt sind. Früher, als nur durch Sirenenalarm alarmiert werden konnte, hat man erst im Feuerwehrhaus die Infos bekommen und da war öfters mal ein ungutes Gefühl á la „Was wird mich da gleich erwarten“ dabei.
Haben sich die Einsätze in den letzten Jahren verändert, wenn ja wie?
Ja, die Einsätze haben sich definitiv verändert. Auf der einen Seite werden die technischen Einsätze wie Sturm, Hagel oder Starkregen immer mehr. Früher sind solche Ereignisse alle ein bis zwei Jahre vorgekommen und derzeit haben wir diese mehrmals im Jahr. Auf der anderen Seite hat sich natürlich auch die Technik stark verändert, sei es die Digitalisierung oder die Weiterentwicklung der Fahrzeuge und Gerätschaften. Der Schulungsaufwand ist deutlich gestiegen, aber dadurch auch die Effektivität bei den Einsätzen.
Die Arbeit bei der Feuerwehr Ried ist ehrenamtlich. Bekommt man Dank dafür zurück?
Das ist ganz verschieden. Sehr oft wissen die betroffenen Personen unsere Hilfe zu schätzen, aber leider erleben wir auch das Gegenteil, nämlich dass wir Ehrenamtliche als „Dienstleister“ abgestempelt werden und nicht einmal ein einfaches Dankeschön zurückkommt.
Was macht dich stolz bei der Feuerwehr Ried zu sein?
Es ist sicher etwas ganz Besonderes, wenn man Kommandant einer der größten freiwilligen Feuerwehren in Oberösterreich sein darf und mit topmotivierten Kameraden über die Stadt-, Bezirks- oder Landesgrenzen hinaus helfen kann. Ich befinde mich derzeit auf dem Höhepunkt meiner Feuerwehrkarriere und hoffe, dass ich das noch für einige Jahre mit der Unterstützung meiner Kameraden so weiterführen kann.


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