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RIED. Vor dreißig Jahren kam der heute 54-jährige Ingijad Djulic mit seiner Familie in das Innviertel. Die beste Entscheidung seines Lebens, wie er sagt.

Ingijad Djulic, langjähriger Nachwuchstrainer der SVR . (Foto: SV Ried)
  1 / 3   Ingijad Djulic, langjähriger Nachwuchstrainer der SVR . (Foto: SV Ried)

1991 brach im ehemaligen Jugoslawien der blutige Krieg aus. Mit diesem Szenario hatten die wenigsten gerechnet, so auch Ingijad Djulic. „Ein Bürgerkrieg war für mich undenkbar. Wir hatten ein schönes Leben. Jugoslawien war ein gutes Land. Religion spielte eine untergeordnete Rolle. Wir waren alle gleich“, berichtet Djulic, der in Bosnien unweit der Stadt Zvornik aufwuchs. Gemeinsam mit seiner Frau Nela floh er 1992 nach Österreich. Die Anfangsjahre verbrachte die Familie in Eberschwang, bevor der Umzug nach Ried erfolgte. „Frau Reiter hat sich sehr liebevoll um uns gekümmert. Ich werden ihr, genauso wie Manfred Bramer, meinem ersten Arbeitgeber in Ried, ewig dankbar sein. Sie haben mir und meiner Familie extrem geholfen“, berichtet der Wahl-Innviertler und seit kurzem stolzer Opa. Dass es seine Familie ausgerechnet ins Innviertel zog, ist für Djulic ein Segen. „Die beste Entscheidung meines Lebens. Ich mag die Innviertler und ihre Mentalität. Es sind fleißige, hilfsbereite und ehrliche Menschen. Ich sehe mich mittlerweile ebenfalls als Innviertler, immerhin habe ich die längste Zeit meines Lebens hier verbracht und möchte auch nie wieder weg.“

Fußball ist mein Leben

Seine Freizeit verbringt Djulic meistens auf dem Fußballplatz, denn bereits seit über 20 Jahren ist er Nachwuchstrainer bei der SV Ried. SVR-Profi Samuel Radlinger oder Ervin Omic, aktuell beim Bundesligisten Wolfsberger AC unter Vertrag, lernten bei „Juli“ das Kicken. „Fußball bedeutet mir sehr viel. Vor allem bin ich gerne Nachwuchstrainer. Es freut mich jedes Mal, wenn ich sehe, mit welcher Freude sie ihrem Hobby nachgehen“, meint der zweifache Vater, für den Sport ein perfektes Werkzeug für Integration ist. „Sport verbindet. Beim Sport sind wir alle gleich.“


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