Rieder Streetworkerin wechselt in Geschäftsführung des Trägervereins
RIED. Die Gerüchte entpuppten sich als wahr: Die Rieder Streetworkerin Kerstin Hofstätter wird „in zeitnaher Zukunft“ ihre Arbeit als Streetworkerin im Bezirk Ried einstellen und in die Geschäftsführung des Vereins I.S.I. wechseln.

Der Vorstand des Streetwork-Trägervereins I.S.I. (Initiativen für soziale Integration, www.verein-isi.at) hat sich für eine komplette Neuaufstellung der Geschäftsführung entschieden.
Kerstin Hofstätter wird, zusammen mit Stefan Leyerer (Streetworker in Linz-Land und Traun/Ansfelden), die Geschäftsführung des Vereins übernehmen und für die Jugendzentren und Streetwork-Stellen des Vereins in Oberösterreich zuständig sein.
Wie der Übergang gestaltet werden soll, wird im Detail noch erarbeitet. Der genaue Beginn der neuen Tätigkeit ist noch nicht festgelegt; wahrscheinlichster Termin ist zu Beginn des kommenden Jahres.
Weil sie schon darauf angesprochen wurde, verfasste Hofstätter eine viel beachtete „Abschiedsbotschaft“ auf YouTube, damit Rieder Politik, die Streetwork-Kooperationspartner und vor allem „ihre“ Jugendlichen die Neuigkeit von ihr selbst erfahren. Darin bezeichnet sie die Entscheidung, als Streetworkerin ihre (in ganz Ried bekannte, orange) Tasche zu packen, als „sehr emotional“ und „eine der schwersten Aufgaben“.
Sie sei für viele Jugendliche „Haltestelle, Leuchtturm, letztes Auffangnetz, fairer wertschätzender Ort so wie auch Reibefläche und Klagemauer“ gewesen. Ihr Gruß an die Jugendlichen: „Ich habe die Gewissheit, dass ihr alle das Zeug in euch habt, Probleme zu bewältigen und euch diesen Aufgaben zu stellen. Ich glaub an euch.“
Streetwork Ried wurde ganz wesentlich von Kerstin Hofstätter aufgebaut und geprägt und feierte erst im September mit einem großen Fest das 25-jährige Bestehen. „Ein guter Zeitpunkt, um die flügge gewordene – nun erwachsene – Projektstelle loszulassen“, wie Hofstätter sagt.


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