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RIED. Andrea Mayer, Staatssekretärin für Kunst und Kultur, hat die Denkmalschutzmedaille an Karl Weilhartner und den Verein TRAFOS verliehen. Die Gestalter und Betreiber der Giesserei in der Rainerstraße 5 wurden so mit einer der höchsten Denkmalschutzauszeichnungen Österreichs geehrt.

TRAFOS-Mitglieder mit Karl Weilhartner (mit Urkunde und Verleihung), Staatssekretärin für Kunst und Kultur Andrea Mayer (li.) und Präsident des Bundesdenkmalamtes Christopoh Bazil (re.) (Foto: Bundesdenkmalamt)

Seit den 1980er Jahren verleiht die Republik Österreich die Österreichische Denkmalschutzmedaille an Personen und Initiativen als Würdigung besonderer Verdienste um den Denkmalschutz und die Denkmalpflege. Eine eigene Jury wählt dabei Projekte aus, die österreichweit Aufsehen erregt und Anerkennung erhalten haben. Insgesamt 15 Auszeichnungen mit der neu gestalteten Medaille hat es 2022 österreichweit gegeben. Die feierliche Verleihung hat Andrea Mayer, die Staatssekretärin für Kunst und Kultur vorgenommen.

Vom Abbruchhaus zum Begegnungszentrum

Beim Rieder Verein TRAFOS und insbesondere bei Karl Weilhartner war die Freude groß, dass sie eine der zwei oberösterreichischen Preisträger waren. Die Transformation vom Abbruchhaus zum modernen Geschäfts- und Begegnungszentrum durch die Erhaltung der historischen Bausubstanz in Verbindung mit zeitgemäßer Architektur war für die spezielle Würdigung ausschlaggebend.

Freude über die Anerkennung

Karl Weilhartner, er war für die Planung und die Restaurierung des Hauses hauptverantwortlich, freut sich sehr über diese Anerkennung. Für ihn war schon bei der ersten Besichtigung des Hauses „völlig klar, dass dieses einmalige Haus erhalten werden muss“. Die geschichtliche Bedeutung des rund 600 Jahre alten Hauses aber auch die interessante bauliche Gestaltung haben ihn von Anfang an beeindruckt. „Wir hatten vor allem zwei große Herausforderungen zu bewältigen. Die vorhandene Bausubstanz musste so umgestaltet werden, dass eine zeitgemäß Nutzung möglich wurde. Außerdem musste die Restaurierung mit den geltenden Baunormen in Einklang gebracht werden – Barrierefreiheit, Raumhöhe, Belichtung und Ähnliches waren für uns gleichzeitig Herausforderung aber auch interessante Gestaltungsmöglichkeit“, so Weilhartner, der vor allem lokale Handwerker in den Umbau mit einbezogen und der den Umbau in Zeiten des ersten Corona-Lockdowns startete und innerhalb von gut einem Jahr das beispielhafte Projekt realisieren konnte.

70 ehrenamtliche Helfer

„Das Besondere an der Restaurierung der Giesserei war auch, dass rund 70 Leute ehrenamtlich beim Umbau mitgeholfen haben. Wir haben dadurch einerseits die Kosten von mehreren tausend Arbeitsstunden eingespart und andererseits bei den Beteiligten eine hohe Identifikation mit unserem Projekt erreicht, die sich im momentanen Betrieb sehr positiv auswirkt“, betont Weilhartner nicht nur die architektonische Seite sondern auch die soziale Dimension der Giesserei.


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