Ruhig gelegen mit guter Verkehrsanbindung
ST. MARIENKIRCHEN/H. Klein, aber fein: Die 900-Seelen-Gemeinde St. Marienkirchen an den sanften Hängen des Hausrucks ist verkehrsmäßig gut angeschlossen und dennoch ruhig. Der Ort wächst langsam, aber stetig.

„Die Nachfrage nach Bauland ist sehr groß“, sagt Bürgermeister Günter Fisecker. Allerdings hat die Gemeinde derzeit wenig Gründe anzubieten und bemüht sich auch nicht aktiv darum. Bürgermeister Fisecker: „Wir haben noch ein paar Zukunftsflächen, die wir uns aber noch aufheben möchten. Ein langsames Wachstum ist für den Zusammenhalt in der Gemeinde sicher besser.“
Die Volksschule St. Marienkirchen/H. hat zwei Standorte, den im Ort und eine Expositur in Geiersberg. „Wir arbeiten an einer Lösung, die VS-Standorte zusammenzuführen und auch den Kindergarten mit einzubeziehen.“
Die Kinderbetreuung in St. Marienkirchen funktioniert gut, so der Bürgermeister. Sowohl in der Schule als auch im Kindergarten wird eine Nachmittagsbetreuung bis 16 Uhr angeboten. Dazu kommt heuer erstmals eine schulische Betreuung an vier Tagen. „Das wird gut angenommen“, sagt Fisecker. „Wir machen das bedarfsorientiert. Beim Kindergarten brauchen wir derzeit nur zwei Tage.“
Eine Krabbelgruppe gibt es noch nicht, aber der Bürgermeister vermutet, dass sich das ändern wird: „Es kommen immer mehr Familien, bei denen die Eltern oder Großeltern nicht in der Gegend wohnen.“
Gutes Wasser
St. Marienkirchen hat eine gemeindeeigene Wasserversorgung, rund 60 Prozent der Bevölkerung sind an die Ortswasserleitung angeschlossen. Etwa 18 Prozent sind durch andere öffentliche Wasserversorgungen versorgt. Das Wasser kommt aus drei Quellen im Hausruckwald. Der Ort verfügt über eine eigene Kläranlage mit einem Anschlussgrad von fast 90 Prozent. Auf allen öffentlichen Gebäuden (außer dem Gemeindeamt, wo es aus baulichen Gründen nicht möglich ist) sind Photovoltaik-Anlagen installiert. Es gibt eine Nahwärmegenossenschaft – das Gemeindehaus wird seit 20 Jahren mit Erdwärme geheizt.
Demnächst wird die Bauhofkooperation mit Geiersberg beschlossen, die Verträge sind in Arbeit. Fisecker: „Das wird eine deutliche Verbesserung bringen, sowohl für die Bevölkerung als auch für die Mitarbeiter.“
Geplant ist auch ein Gehsteig an der Straße nach Hof und ein Radweg von Eberschwang nach Geiersberg. „Das wäre der Anschluss an den Granatzweg.“
Das Klima im Gemeinderat, in dem nur ÖVP (neun Mandate) und FPÖ (vier) vertreten sind, bezeichnet Fisecker als „sehr gut“. Seit einigen Jahren ist der Ort keine Abgangsgemeinde. Bürgermeister Fisecker: „Wir sind finanziell nicht stark, aber es geht, und wir können unsere eigenen Entscheidungen treffen.“
Politisch beruhigt sich der Ort gerade wieder, nachdem eine Volksabstimmung mit einer Mehrheit für die Errichtung des geplanten Kieswerks der Firma Niederndorfer endete.


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