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RIED. Angela Huber ist seit einem Jahr Pflegedirektorin im Krankenhaus Ried. Zuletzt war sie in der Bereichsleitung verschiedener Stationen und Zentren tätig und hat erfolgreich bereichsübergreifende Projekte geleitet. Berufsbegleitend absolvierte sie zwei Masterstudien an der Donau Universität Krems.

Angela Huber ist seit 1. September 2022 Pflegedirektorin am Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern in Ried. (Foto: Tips/Pixner)

Warum Pflege vorwiegend noch immer weiblich ist und mit welchen Herausforderungen die Pflegekräfte in den nächsten Jahren zu kämpfen haben, erzählt Angela Huber, Pflegedirektorin am Krankenhaus Ried.

Kein typischer Arbeitsalltag

Einen typischen Arbeitsalltag gibt es bei Angela Huber nicht. Jeder Tag ist anders und vielfältig. Wichtig ist der Pflegedirektorin, den Kontakt zu den Mitarbeitern zu pflegen, neue Ideen zu entwickeln, die Pflegequalität und aktuelle Themen in der Gesundheitspolitik am Schirm zu haben – kurzum der Kalender der Pflegedirektorin ist täglich mit Terminen gespickt. „Besonders herausfordernd ist es, Mitarbeiter zu finden und diese für ihre Tätigkeit in unserem Haus zu begeistern. Ich sehe es als eine wichtige Aufgabe, den Menschen die Vielfalt der Pflegeberufe nahe zu bringen und zu zeigen, wie viel professionelle Pflege leistet“, erzählt Angela Huber, für die der Job nicht nur ein Beruf, sondern eine Berufung ist.

Bild des Pflegeberufs stärken

Durch den demografischen Wandel wird es zu einem Mangel an Pflegekräften kommen. Das ist bereits jetzt spürbar. Das Bild des Pflegeberufs muss gestärkt werden, um qualifiziertes Personal zu bekommen. „Den technologischen Fortschritt wollen wir nützen, um die Arbeit für die Pflegekräfte zu unterstützen. Die Arbeit soll für die Pflegekräfte nicht schwieriger werden. Pflege ist herausfordernd, aber sie bietet auch viele Möglichkeiten zu beruflicher und persönlicher Entfaltung, Weiterbildung und Weiterentwicklung – es ist der beste Beruf, den es gibt“, betont Huber. Von der Pflegeassistenz über die Pflegefachassistenz am Vinzentinum bis hin zum Bachelorstudium an der Fachhochschule – im Pflegebereich stehen alle Türen offen.

Flexible Dienstzeitmodelle

Warum der Pflegeberuf noch immer von mehr Frauen ausgeübt wird, ist für die gebürtige Taufkirchnerin historisch gewachsen. Die Frau hat schon seit jeher die Pflege übernommen. Im Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern in Ried kann jede Pflegeperson entscheiden, welches Dienstzeitmodell sie möchte. Es gibt Teilzeit-Modelle in allen Varianten, die individuell an die Bedürfnisse angepasst werden. „Es gibt viele Männer in der Pflege und Männer in der Grundpflege tun auch den Patienten gut. Es dürfen gerne mehr Männer den Pflegeberuf ausüben.“

Viele schöne Momente

In ihrer langjährigen Berufslaufbahn hat sie schon viel erlebt. Es gibt viele persönliche Highlights in ihrer langjährigen Erfahrung als Pflegekraft und auch viele schöne Momente, die ihr in Erinnerung bleiben werden. „Etwas ganz Besonderes ist, dass durch die enge Zusammenarbeit mit Kollegen viele Freundschaften entstanden sind, die über das Berufliche gewachsen sind und auch später weiter gepflegt werden.“ Entspannung nach einem stressigen Arbeitstag findet die zweifache Mutter bei ihrer Kleinspitzdame, den zwei Katzen, beim Spazierengehen, beim Radfahren und bei ihren Freunden. Um ihren Ansprüchen in Familie und Beruf gerecht zu werden, half der Alleinerziehenden ihre positive Lebenseinstellung: „Ich bin ein grundfröhlicher Mensch, das hilft mir in schwierigen Situationen.“


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