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RIED. 920 Jäger und 113 Jägerinnen sind derzeit im Bezirk Ried aktiv. Ein beträchtlicher Anteil von ihnen traf sich am Samstag, 7. Februar, zum Bezirksjägertag im OÖV-Saal der Rieder Messe. 

  1 / 2   Ehrung für 60 Jahre Jagdausübung (v. l.): Bezirksjägermeister Andreas Gasselsberger, Landesjägermeister Herbert Sieghartsleitner, Felix Gurtner, Ferdinand Schrattenecker, Georg Puttinger, Landtagspräsident Max Hiegelsberger (Foto: Bezirksjagdausschuss Ried i. I.)

Bezirksjägermeister Andreas Gasselsberger führte durch die Tagesordnung. In seiner Begrüßung setzte er den Ton für die Veranstaltung, die im Zeichen von Tradition, Leidenschaft und Verantwortung stand: „Uns Jägerinnen und Jägern wird das Privileg zuteil, Natur nicht nur schützen, sondern auch nutzen zu dürfen. Jagd bedeutet Verantwortung, Entscheidungen über Leben und Tod, getragen von Respekt und Ehrfurcht vor Natur und Wild.”

Steigender Frauenanteil

Der Tätigkeitsbericht vermittelte einen Überblick über die Arbeit und die Veranstaltungen der Jägerschaft im abgelaufenen Jahr. Im Bezirk Ried im Innkreis sind derzeit 920 Jäger und 113 Jägerinnen aktiv, wobei der steigende Frauenanteil eine erfreuliche Entwicklung darstellt. Die Abhaltung von Veranstaltungen, deren Dokumentation und die Nachberichterstattung wurden als wichtiger Bestandteil der Öffentlichkeitsarbeit hervorgehoben, um die Jagd transparent und nachvollziehbar in der Gesellschaft zu kommunizieren. Besonders hervorgehoben wurde noch einmal die Veranstaltung „Natur, Jagd und Tradition“ in der Weberzeile, die sehr großen und positiven Anklang in der Bevölkerung fand.

Rückblick auf ein erfolgreiches Jagdjahr im Bezirk Ried

Bezirksforstinspektor Rudolf Auinger stellte die Ergebnisse der Begehungen des Jahres 2025 vor, die durchwegs zufriedenstellend ausfielen. Es gab keine Bewertungen der Stufe 3, der Abschussplan wurde übererfüllt. 

Bezirkshundereferent Adolf Hellwagner informierte über das neue Hundehaltegesetz und zeigte sich erfreut über die steigende Zahl an Jagdhunden im Bezirk sowie über die zahlreichen Anmeldungen zu den Hundekursen.

Johann Penninger, Obmann der Jagdhornbläser Innkreis, stellte die offiziellen Jagdhornbläsergruppen des Bezirkes vor und betonte deren Bedeutung für Brauchtum und Tradition. Besonders erwähnt wurde die Jagdhornbläsergruppe Utzenaich, die nach 40 Jahren ab 2026 als offizielle Gruppe gemeldet ist.

Ein zentraler Programmpunkt war die Ehrung langjähriger und verdienter Mitglieder der Jägerschaft, die von Landtagspräsident Max Hiegelsberger und Landesjägermeister Herbert Sieghartsleitner vorgenommen wurde (siehe Infokasten).

Politik und Landwirtschaft würdigen Arbeit der Jägerschaft

Rieds Bürgermeister Bernhard Zwielehner dankte der Jägerschaft für die sorgsame Hege und Pflege von Wild und Wald im Bezirk sowie für das Engagement in der Nachwuchsarbeit.

Bezirkshauptfrau Yvonne Weidenholzer würdigte die Übernahme von Verantwortung, insbesondere bei der Erfüllung der Abschusspläne und verwies auf die zusätzlichen Herausforderungen durch das neue Jagd- und Waffengesetz.

Bezirksbauernkammerobmann Christoph Schneiderbauer hob die gute und konstruktive Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Jagd im Bezirk hervor.

Ausblick auf die Zukunft von Jagd und Brauchtum

In ihren Schlussworten spannten die Ehrengäste den Bogen in die Zukunft.

Landtagspräsident Max Hiegelsberger betonte: „Landwirtschaft und Jagd tragen gemeinsam Verantwortung für Natur und Kulturlandschaft und neben Leistungen spielen auch das Miteinander und die Kultur eine zentrale Rolle.”

Landesjägermeister Herbert Sieghartsleitner sprach über die Bedeutung von Wertschätzung und darüber, dass Freude an der Jagdausübung auch nach außen sichtbar sein dürfe. „Nicht die Frage, warum gejagt wird, steht im Mittelpunkt, sondern wie. Die Entscheidung, ein Tier zu töten, ist nie leicht und erfordert Haltung, Respekt und Rituale.” Technische Entwicklungen und auch künstliche Intelligenz würden die Jagd künftig beeinflussen, doch es liege an den Menschen, Natur und Tradition über die Technik zu stellen. Jagd sei keine mechanische Tätigkeit, sondern Herzblut.

Ehrungen:

50 Jahre Jagdausübung - Goldener Bruch:

- Adolf Pichler, Reichersberg

- Josef Schneglberger, Reichersberg

- Rudolf Buttinger, Eberschwang

- August Lederbauer, Eberschwang

60 Jahre Jagdausübung:

- Felix Gurtner, Ort i.I.

- Georg Puttinger, Gurten

- Max Pirkl, St.Martin i.I.

- Ferdinand Schrattenecker, Lohnsburg

Ehrenurkunden:

- Georg Buttinger, Neuhofen für 18 Jahre Jagdleiter, 28 Jahre Jagdleiter Stv.

- Rudolf Wimmer, Geinberg für 25 Jahre Jagdleiter

- Alois Koblstätter, Lambrechten für 18 Jahre Jagdleiter

Verleihung der Raubwildnadel:

- Michael Straif, Andrichsfurt

- Manuel Partinger, Ort i.I.

- Joachim Denk, Reichersberg


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