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Orter Jäger setzen Drohne zur Rettung von Wildtieren vor dem Mähtod ein

Walter Horn, 06.07.2026 17:37

ORT IM INNKREIS. Moderne Technik und ehrenamtlicher Einsatz gehen in Ort im Innkreis Hand in Hand. Mit einer neuen Wärmebilddrohne konnte die Jagdgesellschaft bereits in den ersten Monaten zahlreiche Wildtiere vor dem Mähtod bewahren und gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Landwirtschaft sowie zur Lebensmittelsicherheit leisten.

  1 / 2   Ortsbauernobmann Andreas Doblhammer (l.) mit Sohn Lukas und Projektinitiator Manuel PartingerOrt (Foto: Jagdgesellschaft Ort)

Die Entscheidung, die Drohne anzuschaffen, fiel im März 2026. Die Jäger wollen damit Rehkitze, Junghasen und Bodenbrüter vor Mäharbeiten aufspüren und gleichzeitig die Zusammenarbeit mit Landwirten und Grundeigentümern weiter ausbauen.

Elf Piloten ausgebildet

Insgesamt beteiligten sich 31 Mitglieder der Jagdgesellschaft an dem Projekt. Elf von ihnen absolvierten den Drohnenführerschein und wurden für die Einsätze geschult.

Bis Mitte Juni wurden 29 Einsätze durchgeführt. Rund 300 ehrenamtliche Arbeitsstunden investierten die Jäger in die Wildtierrettung. Dabei konnten zahlreiche Rehkitze gerettet sowie etwa 65 Fasanhennen mit ihren Küken geschützt werden. Zusätzlich wurden 64 Fasaneier geborgen und erfolgreich ausgebrütet.

Nutzen geht über Tierschutz hinaus

Die Einsätze kommen nicht nur den Wildtieren zugute. Werden Tiere vor den Mäharbeiten entdeckt und in Sicherheit gebracht, gelangen keine Kadaver ins Futter für Nutztiere. Dadurch lässt sich das Risiko gefährlicher Erkrankungen wie Botulismus deutlich reduzieren. Gleichzeitig profitieren landwirtschaftliche Betriebe von einer höheren Futterqualität, was sich positiv auf die Tiergesundheit und letztlich auch auf die Qualität von Milch- und Fleischprodukten auswirkt.

Förderungen machen das Projekt möglich

Das Projekt wurde durch Eigenmittel der Jagdgesellschaft sowie Förderungen der Gemeinde Ort im Innkreis, des Gemeindejagdvorstandes und der Raiffeisenbank finanziert. Insgesamt belief sich der Aufwand auf rund 6.900 Euro. Davon wurden 40,5 Prozent durch Förderungen gedeckt.

Projektinitiator Manuel Partinger zieht eine positive Bilanz: „Das Zusammenspiel aus moderner Technik, ehrenamtlichem Engagement und guter Zusammenarbeit hat gezeigt, wie erfolgreich Natur- und Tierschutz mit den Interessen der Landwirtschaft verbunden werden können.“


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