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RIED. Die Errichtung eines stationären Hospizes in Ried stellt für das Innviertel den letzten Lückenschluss in der Versorgung von Menschen in ihrer letzten Lebensphase dar. Zielsetzung der Hospizarbeit ist es, den Betroffenen ein Abschiednehmen in Würde zu ermöglichen und ihnen die verbleibenden Tage so angenehm wie möglich zu gestalten.

Rudolf Wagner (Geschäftsführer St. Barbara Hospiz), Landeshauptmann-Stellvertreterin Christine Haberlander, Johann Minihuber (Geschäftsführer Krankenhaus Ried) Foto: Land OÖ/L. Schaffner

Bereits 1998 wurde am Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Ried die erste Palliativstation des Landes eröffnet. In den vergangenen Jahren folgten die flächendeckende Versorgung zu Hause durch mobile Palliativ- und Hospizdienste und im Herbst 2020 die Gründung der Hospiz & Palliativ Akademie, die Fort- und Weiterbildung für Mitarbeitende aus dem Gesundheits- und Sozialbereich, für ehrenamtliche Begleiter und Interessierte bietet. Die Einrichtung eines stationären Hospizes in Ried stellt den nächsten Baustein dar, um für die Menschen im Innviertel das österreichweite Konzept der modular abgestuften Hospiz- und Palliativversorgung sicherzustellen, insbesondere für Menschen, bei denen eine Versorgung im persönlichen Wohnumfeld aus verschiedenen Gründen nicht möglich ist.

Betreuung in der letzten Lebensphase

„Ein bedarfsgerechtes Angebot in der Hospiz- und Palliativversorgung ist ein wichtiger Schwerpunkt der Gesundheitspolitik in Oberösterreich. Unser Ziel ist es, schwer erkrankte Menschen in den letzten Wochen ihres Lebens in einen schützenden Mantel einzuhüllen, an der Hand zu nehmen und würdevoll zu begleiten. Im stationären Hospiz geht es in erster Linie um die Linderung von Symptomen unserer leidenden Mitmenschen, die Erreichung einer bestmöglichen Lebensqualität für die Betroffenen in der letzten Lebensphase und die Unterstützung der Angehörigen in dieser schwierigen Zeit“, sagt Gesundheitsreferentin und Landeshauptmann-Stellvertreterin Christine Haberlander und bedankt sich bei den Kooperationspartnern, den Mitarbeitern sowie den ehrenamtlich und freiwilligen Begleitenden und Interessierten. Das stationäre Hospiz umfasst ein vielschichtiges Betreuungsangebot. Multiprofessionelle Teams nehmen sich der physischen, psychischen, sozialen und spirituellen Bedürfnisse der betroffenen Menschen und ihrer Angehörigen an. Neben einer vorausschauenden Planung und dem entsprechenden Wissen und Fertigkeiten, sind vor allem Achtsamkeit und Wertschätzung die Grundpfeiler eines würdevollen und einfühlsamen Angebots an sterbende Menschen. „Seit mittlerweile sechs Jahren stellen wir im St. Barbara Hospiz in Linz eine würdevolle und hoch qualitative Betreuung von Menschen in ihrer letzten Lebensphase sicher. Die dabei gewonnene Erfahrung können wir ab Februar 2022 auch Betroffenen im Innviertel zur Verfügung stellen. Deshalb freuen wir uns gemeinsam mit unseren vier Trägerorganisationen, den Elisabethinen Linz-Wien, der Vinzenz Gruppe, den Barmherzigen Brüdern und dem Roten Kreuz Oberösterreich besonders darüber, dass wir auch das stationäre Hospiz in Ried aufbauen und betreiben dürfen“, so Rudolf Wagner, Geschäftsführer der St. Barbara Hospiz GmbH.

Optimale Zusammenarbeit

„Schon seit längerer Zeit hat sich das Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Ried darum bemüht, Standort eines stationären Hospizes zu werden. Mit dem Umzug der Rieder Ordensschwestern in den Konvent nach Linz wurden Räumlichkeiten frei, die sich für diese Bestimmung gut anpassen lassen. Die Nähe zum Krankenhaus ermöglicht, wie auch in Linz, eine optimale Zusammenarbeit der verschiedenen Berufsgruppen, die für eine ganzheitliche Versorgung der Hospiz-Bewohner nötig sein wird“, ergänzt Johann Minihuber, Geschäftsführer des Krankenhauses der Barmherzigen Schwestern Ried.

Multiprofessionelle Teams

Ein stationäres Hospiz kann bestehen aus: Pflegepersonal, Ärzte, Sozialarbeiter, Physiotherapeuten, Psychotherapeuten, Psychologen, Seelsorgern und freiwilligen Mitarbeitern. Aufgrund der individuellen Betreuung können aber auch zusätzlich weitere Berufsgruppen angefordert werden.


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