Tipps für Patienten mit milden Corona-Verläufen

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Walter Horn Walter Horn, Tips Redaktion, 26.11.2021 19:55 Uhr

OÖ. Viele Menschen befinden sich derzeit zu Hause, da sie positiv auf Covid-19 getestet wurden. Wolfgang Ziegler, stv. Kurienobmann der niedergelassenen Ärzte bei der Ärztekammer für OÖ, gibt Tipps, worauf man achten muss, welche Signale wie zu deuten sind und wie man mit der Situation umgehen soll.

Wer zu Hause ist und auf das positive Corona-Testergebnis blickt, dem stellen sich eine Menge an Fragen. Wichtig ist es, Ruhe zu bewahren und – bei Bedarf – rasch zu handeln.

Als Erstes stellt sich die Frage: Bemerkt man irgendwelche Veränderungen an sich und welche sind das? Bei milden Verläufen erfolgt die Behandlung der Symptome so wie bei anderen viralen Erkrankungen auch. Treten starke Veränderungen auf, sollte man sofort den Hausarzt kontaktieren. Ist dieser nicht erreichbar, dann ist Rat und Hilfe von der angegebenen Vertretung oder vom Hausärztlichen Notdienst (HÄND, Telefonnummer 141) einzuholen.

Worauf zu achten ist

  • Fieber: Bei Fieber sollte man fiebersenkende Mittel einnehmen und sich jedenfalls hinlegen. Frieren ist zumeist ein Anzeichen für beginnendes Fieber. Hier kann man die herkömmlichen Fiebersenker einnehmen, die auch schmerzlindernde Funktion (NSAR-Typ) haben; dabei sind Kontraindikationen zu beachten, bei denen man gewisse Mittel nicht anwenden darf. Wolfgang Ziegler: „Verwenden Sie Medikamente, von denen Sie wissen, dass Sie sie vertragen. Vom Entwurmungsmittel Ivermectin ist zur Behandlung von Corona dringend abzuraten!“

  • Atmung: Hier sollte man die Atemfrequenz beachten – muss man häufiger Ein- und Ausatmen als sonst, muss man Sprechpausen einlegen, um Luft zu holen, kann man nach einem tiefen Atemzug nicht laut bis 30 zählen? Die Atemnot wird von vielen Patienten und Patientinnen erst sehr spät als solche wahrgenommen. Das ist die Folge der Hyperkapnie – dem Anstieg des Kohlendioxidgehalts im Blut. Ein brauchbarer Test: Wenn man ein Stockwerk über Stiegen und ohne Pause hinaufsteigen kann, ist die Atemsituation üblicherweise noch zufriedenstellend.

  • Verstopfte Nase: Hier eignen sich herkömmliche abschwellende Nasensprays, mit denen man sich zusätzlich Luft verschaffen und so die Atmung unterstützen kann.

  • Nahrung und Flüssigkeit: Wichtig ist, auf ausreichend Flüssigkeit (vor allem ungesüßte Tees und Wasser) und Nahrung zu achten.

  • Retentionszeichen: Ist die Harnmenge zu gering, muss man mehr trinken, sonst droht Austrocknung. Steigt das Gewicht, obwohl man nicht deutlich mehr isst, könnte es sein, dass sich Flüssigkeit im Körper einlagert. Das ist sichtbar durch die Bildung von Ödemen. Wer sonst keine Ödeme hat, sollte dann den Hausarzt verständigen.

  • Blaue Lippen: Bei der Zyanose (Blausucht) wird das Blut mit zu wenig Sauerstoff versorgt, auch Fingerspitzen können blau schimmern. Dies ist ein ernstes Zeichen für eine Verschlechterung der Erkrankung, denn es kann mit Atemnot verbunden sein und weist auf eine Zunahme der Problematik hin. Unbedingt den Hausarzt verständigen!

  • Husten: Antitussiva (Hustenstiller) haben bei Corona-Infektionen keine nachweisbare gesundheitsfördernde Wirkung.

  • Antibiose: Von einer prophylaktischen (vorsorglichen) Behandlung mit Antibiotika wird abgeraten. Ebenso abgeraten wird von einer Behandlung mit systemischen Kortikosteroiden (Hormonen) bei milden bis moderaten Verläufen.

  • Bisherige Grundkrankheiten: Ziegler: „Alle bisherigen Erkrankungen sollten Sie auch in dieser Phase streng und konsequent überwachen. Achten Sie darauf, dass Sie verschriebene Dauermedikamente ausreichend vorrätig haben und weiterhin einnehmen.“

  • Bewegung: Wenn es der Krankheitsverlauf zulässt, sollte man mit leichten Übungen in Bewegung bleiben. Damit kann man auch die eigene Belastbarkeit überprüfen und Verbesserungen oder Verschlechterungen besser einschätzen.

  • Psychische Verfassung: Ziegler: „Achten Sie auf Ihr seelisches Gleichgewicht! Telefonate mit Freunden und Verwandten können dabei helfen. Rufen Sie bei Sorgen, Nöten und Ängsten auch die dafür bekannten Hilfseinrichtungen an.“

  • Kinder: Sie haben oft asymptomatische Verläufe (ohne Krankheitszeichen). Sie erkranken weniger schwer als Erwachsene. Sie sollten vor allem beschäftigt und umsorgt werden.

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