Interessante Führung durch den Kobernaußerwald
ST. JOHANN/WALDE. Wie sieht der Wald der Zukunft in Österreich aus? Welche Baumarten werden wachsen, welche nicht mehr? Wie werden die Wildtiere leben? Und was können Waldbewirtschafter tun, um die Wälder gesund zu erhalten?

Die Österreichischen Bundesforste laden am Freitag, 1. September um 9 Uhr und am Samstag, 2. September, um 14 Uhr, zu einer Führung durch den Kobernaußerwald ein. Eine Online-Anmeldung ist unbedingt erforderlich. Alle Informationen zur Führung und das Anmeldeformular sind unter www.wald-der-zukunft.at zu finden.
Einblick und Hintergründe
Wetterextreme Stürme, Schneebrüche oder Trockenheit als Folge des Klimawandels haben den Wäldern im Forstbetrieb Traun-Innviertel in den letzten Jahren besonders stark zugesetzt. Vor allem die Fichte gerät in den tieferen Lagen gehörig unter Druck und wird durch längere Trockenphasen zum leichten Spiel für den Waldschädling Borkenkäfer. Die Bundesforste haben ihre Waldbewirtschaftung vor Ort entsprechend angepasst und machen die Wälder in der Region schon heute Klima fit. Bei den Führungen durch den Kobernaußerwald geht es gemeinsam auf Borkenkäferfang und es wird anschaulich gezeigt, welche Schäden das nur wenige Millimeter große Insekt anrichten kann. Die Bundesforste erklären, warum der Fichten-Anteil in der Region deutlich zurückgehen wird und dafür Baumarten wie Tannen, Douglasien, Eichen oder Buchen für Artenvielfalt im Wald sorgen werden. Gemeinsam wird in Blick ins Jahr 2100 geworfen – in einen Wald, in dem unterschiedlichste Jungbäume von Natur aus nachwachsen und dessen Artenreichtum als beste Vorsorge im Kampf gegen den Klimawandel gilt. Abschließend wird ein Zukunftsbaum gepflanzt und das Walderlebnis findet bei einer kleinen Jause seinen Abschluss.


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