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Online Redaktion, 04.08.2026 12:00

NEUHOFEN IM INNKREIS/RIED. Nach der Matura suchte Lina Huber-Hörmandinger nach Orientierung und einer sinnvollen Aufgabe. Ihr Freiwilliges Sozialjahr beim OÖ. Jugendrotkreuz bestärkte die 20-Jährige in ihrer Berufswahl. Heute studiert sie Ergotherapie und engagiert sich weiterhin für das Rote Kreuz.

Lina Huber-Hörmandinger besuchte im Zuge ihres Freiwilligen Sozialjahres mit der Handpuppe „ROKO“ Kindergärten, um den Kleinsten spielerisch Erste Hilfe zu vermitteln. (Foto: OÖRK/Ried)

Das Freiwillige Sozialjahr (FSJ) kann jungen Menschen mehr bieten als Zeit zur Orientierung zwischen Schule und Ausbildung. Für Lina Huber-Hörmandinger aus Neuhofen im Innkreis wurde es zu einer prägenden Erfahrung und zur Bestätigung für ihren weiteren beruflichen Weg.

Mit „ROKO“ für Erste Hilfe begeistern

Die 20-Jährige absolvierte im Vorjahr ihr FSJ beim Jugendrotkreuz Ried. Dabei besuchte sie gemeinsam mit der Handpuppe „ROKO“ Kindergärten, um Kindern Erste Hilfe spielerisch näherzubringen. Außerdem unterstützte sie Schulkinder als Lesecoach.

„Ich wollte vor dem Studieren einfach noch etwas anderes, Sinnvolles im Gesundheits- und Jugendbereich machen. Das FSJ hat mich in meiner Berufswahl enorm bestärkt“, erzählt Huber-Hörmandinger. Inzwischen studiert sie Ergotherapie an der FH Salzburg. Besonders in Erinnerung geblieben seien ihr der Zusammenhalt im Team und die vielen Erfahrungen im Umgang mit Kindern.

Engagement über das FSJ hinaus

Auf das Freiwillige Sozialjahr aufmerksam wurde die Innviertlerin durch ihre Familie: Ihre Schwester hatte bereits 2022 ein FSJ beim OÖ. Roten Kreuz absolviert und sie mitgenommen. Dass viele ehemalige Teilnehmer dem Roten Kreuz verbunden bleiben, zeigen auch die Zahlen der Organisation: Rund 80 Prozent der Absolventen engagieren sich nach dem FSJ weiterhin freiwillig.

Auch Huber-Hörmandinger blieb dem Jugendrotkreuz in ihrem Heimatbezirk Ried verbunden. Während der Sommerferien bereitete sie ihre frühere Bewerbsgruppe auf das Bundesjugendcamp in Salzburg Mitte Juli vor. Die beiden Gruppen erreichten dabei den neunten und den 20. Platz. „Die Kinder haben den 9. und 20. Platz ergattert. Wir sind richtig stolz“, sagt sie.

Verantwortung übernehmen und wachsen

„Das Freiwillige Sozialjahr ist weit mehr als nur ein Orientierungsjahr. Die jungen Menschen wachsen an ihren Aufgaben, übernehmen früh Verantwortung und erleben hautnah, was echte Gemeinschaft bedeutet. Sie investieren Zeit in die Gesellschaft und bekommen Fähigkeiten zurück, die ihnen niemand mehr nehmen kann“, sagt OÖ. Rotkreuz-Präsident Gottfried Hirz.

Allerdings weist Hirz auch auf ein rechtliches Manko hin: Im Vergleich zum Zivildienst gibt es beim FSJ derzeit keinen Kündigungsschutz. „Eine Gleichstellung wäre dringend wünschenswert“, so der Rotkreuz-Präsident.

Für Lina Huber-Hörmandinger steht fest, welchen Wert das Jahr für sie hatte: „Das Jahr hat mir den Mut und die Bestätigung gegeben, genau den Weg einzuschlagen, den ich jetzt gehe. Man geht mit einem völlig neuen Blick in ein Studium oder den Beruf, weil man die Praxis und das echte Leben schon kennengelernt hat“, betont die 20-Jährige.

Mit einem Freiwilligen Sozialjahr im Jugendrotkreuz kann im April, September und Oktober gestartet werden. Bewerbungen werden gerne per E-Mail an personal@o.roteskreuz.at angenommen.

Weitere Informationen unter: www.roteskreuz.jobs/berufe/zivildienst-und-berufseinstieg


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