Energiegemeinschaften treffen sich in der Giesserei zum Austausch
RIED. Erneuerbare Energiegemeinschaften (EEGs) bieten die Möglichkeit, Energie regional zu erzeugen, gemeinsam zu nutzen und damit die Energiewende vor Ort aktiv mitzugestalten.

Doch wie funktionieren solche Gemeinschaften in der Praxis? Welche Modelle gibt es für die Finanzierung von Energieanlagen? Und wie können Bürger selbst zu Beteiligten an der regionalen Energiewende werden?
Diesen Fragen widmet sich das mittlerweile 11. EEG-Forum am Donnerstag , 1. Oktober, um 19.30 Uhr, das in der Giesserei Ried stattfindet, aber auch online übertragen wird. Das EEG-Forum wurde von den Klima- und Energie-Modellregionen (KEM) Inn-Hausruck und Inn-Kobernaußerwald gemeinsam mit der Energiegruppe der Giesserei ins Leben gerufen. Seit 2024 bringt die Veranstaltungsreihe Gründer sowie Betreiber von Energiegemeinschaften mit Fachleuten zusammen. Im Mittelpunkt stehen dabei praxisnahe Informationen, Erfahrungsaustausch und die Vernetzung der regionalen EEGs. Die Themen reichen von der Gründung und Organisation über rechtliche und steuerliche Fragen bis hin zu Technik, Abrechnung und Speicherlösungen.
Beim 11. EEG-Forum steht diesmal ein besonders spannender Aspekt im Mittelpunkt: „Gemeinsam investieren. Gemeinsam erzeugen. Gemeinsam profitieren.“ Als Referent konnte Philipp Hartl, Sprecher der ströme Energiegenossenschaft aus Steyr, gewonnen werden. Hartl bringt sowohl berufliche Erfahrung im Energiemanagement als auch praktische Erfahrungen mit einem neuen Modell der Bürgerbeteiligung an erneuerbaren Energieprojekten mit. Anmeldung zu Präsenz- und Online-Teilnahme über www.mitten-im-innviertel.at/termine
Die 2023 gegründete ströme Energiegenossenschaft verfolgt einen besonderen Ansatz: Bürger sollen nicht nur Strom beziehen, sondern sich auch an der Finanzierung und am Eigentum von Energieanlagen beteiligen können. Die Genossenschaft finanziert ihre Projekte unter anderem über Anteile ihrer Mitglieder und Stromvorauszahlungen. Die erste PV-Anlage wurde bereits umgesetzt; weitere Anlagen sind geplant. Für dieses innovative Konzept wurde die Ströme Energiegenossenschaft beim ÖGUT-Umweltpreis 2025 mit dem zweiten Platz in der Kategorie „Partizipation und zivilgesellschaftliches Engagement – Bottom-Up“ ausgezeichnet.








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