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Tipico Bundesliga: Goldtorschütze Patrick Möschl stellte Spielverlauf auf den Kopf

Reinhard Spitzer, 06.11.2016 09:09

Die SV Guntamatic Ried kann ja doch noch gewinnen. Nach drei bitteren 0:1-Niederlagen in Serie feierten die Innviertler einen glücklichen 2:1-Heimerfolg über Admira Wacker Mödling.

Patrick Möschl (l.) enteilte der gegnerischen Abwehr und traf zum entscheidenden 2:1 für Ried. Foto: GEPA

Bei den ersten zwei Treffern stellten sich vor 3275 Zuschauern in der Keine Sorgen Arena die jeweiligen Abwehrreihen gar nicht geschickt an. Die Gastgeberführung besorgte Markus Wostry mit einem sehenswerten Eigentor (27.). Beim Ausgleich der Niederösterreicher durch Christoph Monschein brachte die SVR-Defensive das Spielgerät nicht aus dem Gefahrenbereich (50.).

„Hatte ein bisschen Glück“

In der Folge wurden die Gäste immer stärker und die Heimischen mussten die Geduld von „Glücksgöttin Fortuna“ gehörig strapazieren, um nicht in Rückstand zu geraten. Entgegen dem Spielverlauf sorgte Patrick Möschl sechs Minuten vor dem Ende für die Entscheidung zugunsten der SV Ried. „Nach dem Superpass von Marcel hatte ich auch ein bisschen Glück“, gibt der 23-Jährige zu. Pragmatisch beurteilt Zuspieler Ziegl die entscheidende Szene. „Alberto Prada und ich wurden eingewechselt (Doppeltausch in der 64. Minute, Anm.), Bälle nach vorne zu spielen.“ Auftrag also wunschgemäß erfüllt.

„Extrem wichtiger Sieg“

Zwiespältig fällt die Matchbilanz von SVR-Cheftrainer Christian Benbennek aus. „Statistisch gesehen lagen wir abgesehen vom Ergebnis nur bei den Zweikämpfen voran. Es war eines unserer schwächeren Spiele, aber extrem wichtig, dass wir gewonnen haben.“ Tatsache ist, dass bei einem Blick auf die Tabelle bald niemand mehr wissen will, wie der Dreipunkter zustande kam. „Über das Spiel und die Leistung reden wir auch noch intern, aber es ging ja nicht um das Champions League Finale“, relativiert Benbennek.

Auswärtsbilanz aufpolieren

Erste Herausforderung nach der zweiwöchigen Länderspielpause ist die schwierige Auswärtspartie gegen Austria Wien am Samstag, 19. November, ab 18.30 Uhr. Das erste Saisonduell auf Innviertler Boden am 28. August endete 1:1-unentschieden.

Ob die auch in der Europa League engagierten „Veilchen“ aus der Bundehauptstadt geeignet sind, die SVR-Auswärtsbilanz aufzupolieren, bleibt abzuwarten. Von sieben Saisonversuchen in der Fremde gingen bei je einem Sieg und Remis fünf verloren. Nur vier der 17 Punkte in der laufenden Meisterschaft brachten die Innviertler von Dienstreisen mit nach Hause. Da gibt es Luft nach oben. www.svried.at


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