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Tipico Bundesliga: Zaubertor von Joker Fröschl rief Erinnerungen an Rudi Carrell wach

Reinhard Spitzer, 07.05.2017 09:31

RIED/INNKREIS. Die SV Guntamatic Ried hat es wieder selbst in der Hand, den Klassenerhalt in der höchsten Spielklasse Österreichs zu schaffen. Den so wichtigen 1:0-Heimsieg gegen die Admira fixierte der eingewechselte Thomas Fröschl mit einem nicht alltäglichen Treffer aus mehr als 35 Metern.

Torschütze Thomas Fröschl (l.) und Orhan Ademi bejubeln den entscheidenden Treffer zum 1:0-Heimsieg gegen die Admira. Foto: GEPA

Der 28-jährige Blondschopf kam für Stefan Nutz ins Spiel (58.) und hatte neun Minuten später seinen großen Auftritt. Der gebürtige Linzer zog wuchtig ab und das Spielgerät senkte sich hinter Torhüter Andreas Leitner ins Gehäuse der Niederösterreicher. „Ich habe beim Schuss nicht aufs Tor geschaut. Aber ich merkte schon in der ersten Hälfte von der Bank aus, dass der Tormann viel mitspielt und oft weit vor seinem Kasten steht. Als Stürmer weiß man, wo man steht. Ich habe den Ball perfekt erwischt“, kommentiert Fröschl seinen ersten Treffer in der laufenden Meisterschaft, der die SVR bis auf einen Zähler an den Vorletzten St. Pölten (2:3 bei Sturm Graz) heran brachte.

Kapitän Turm in der Schlacht

Vor mehr als 4400 Zuschauern entwickelte sich aber der ersten Minute eine ansehnliche Partie mit vorerst leichten Vorteilen für die Gastgeber. Zu dicken Möglichkeiten freilich kamen auch die Gäste, fanden ihre Meister aber in Nico Antonitsch, der kurz vor der Pause per Kopf auf der Linie rettete, und dem neuerlich bärenstarken Schlussmann Thomas Gebauer. „Es war nicht unser bestes Spiel. Aber man hat gesehen, dass die ganze Mannschaft für das gemeinsame Ziel kämpft“, stellt der Kapitän fest.

Systemumstellung gelungen

Eine „sehr spannende Partie“ mit zwei grundverschiedenen Hälften sah Lassaad Chabbi. „Im ersten Durchgang waren wir sehr nervös und spielten viele Fehlpässe, in der zweiten war es besser. Wir stellten unser System um (von 4-2-3-1 auf 4-4-2, Anm.) und machten mehr Druck. In der Schlussphase war aber immer noch die Angst spürbar, noch den Ausgleich zu kassieren“, erinnert sich der SVR-Cheftrainer. Nachsatz: „Zuletzt sind wir oft gut aufgetreten und haben unentschieden gespielt oder verloren. Diesmal waren wir nicht so gut, haben aber gewonnen.“

„Lass dich überraschen“

Zu Thomas Fröschls „goldenem Bummerl“ fällt Chabbi eine Familienshow eines der größten Entertainer der deutschsprachigen Fernsehgeschichte ein, die von 1988 bis 1992 über die öffentlich-rechtlichen Bildschirme flimmerte. „Rudi Carrell hatte mal eine Sendung, die hieß „Lass dich überraschend“. So ein Tor war das.“

Gast des Tabellenzweiten

Den nächsten Schritt zum Klassenerhalt will die SV Guntamatic Ried beim Tabellenzweiten Austria Wien machen (Sa., 13. Mai, 18.30). Auch wenn“s in Wien wohl ganz schwierig wird.

http://www.svried.at/


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