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RIED. Tips gibt Vereinen die Möglichkeit, sich in der Zeitung zu präsentieren. Peter Prokop, Obmann Askö Ried, und Tennis-Sektionsleiter Harald Jagereder nutzten die Möglichkeit, um auf die derzeitige Situation der Askö aufmerksam zu machen. Auch Sportvereine hat die Corona-Krise hart getroffen. Es dürfen in Hallen keine Trainingseinheiten stattfinden. 

Peter Prokop und Harald Jagereder auf dem Allwetter-Tennisplatz, der ganzjährig bespielt werden kann. Foto: Tips

Tips:Wie finanziert sich der Verein in Zeiten von Corona?

Prokop: Die Askö finanziert sich durch die Mitgliedsbeiträge. Die meisten Mitglieder haben uns trotz Corona die Treue gehalten. Wir haben zwar eine Förderung bekommen, aber damit finanzieren wir die laufenden Kosten.

Jagereder: Nachdem die Gastronomie seit Monaten komplett flach fällt, ist das für unsere inn-Cider-Wirtin eine Katastrophe. Der gesamte Verein hat derzeit null Planungssicherheit.

Tips:Können derzeit irgendwelche Sportarten bei euch ausgeübt werden?

Jagereder: Nachdem die Askö einen Allwetter-Tennisplatz hat, kann dieser ganzjährig bespielt werden, und das haben in der Corona-Zeit auch sehr viele Mitglieder genutzt. Doch auch Nicht-Askö-Mitglieder konnten den Platz nutzen, deshalb sind die Tennisplätze auch voll ausgelastet. Wir wollen den Sport fördern, nicht nur für Askö-Mitglieder. Die Askö wird heuer wieder ein Kindertraining für Tennis anbieten.

Tips:Wenn man sportaffin ist, dann fehlt einem das Zusammentreffen mit Gleichgesinnten. Wie geht es euren Mitgliedern beziehungsweise wie habt ihr Kontakt zu den Mitgliedern?

Jagereder: Ja, als wir vor zwei Jahren die Homepage aufgesetzt haben, haben wir eine Mitgliederzeitung ins Leben gerufen. Wir haben ein Newsletter-System angehängt. Dank E-Mail und WhatsApp können Infos schnell zu den Mitgliedern transportiert werden. Aber es fehlen natürlich die Freiluftveranstaltungen wie eine Maiwanderung; für die Jahreshauptversammlung bekommen wir eine Fristverlängerung von der Bezirkshauptmannschaft. Aber klar ist, die Mitglieder wollen sich wieder treffen und zusammensetzen. Das geht auch mit Abstand und allen gebotenen Hygieneregeln.

Prokop: Nachdem wir auf unserem Allwetterplatz Tennis spielen können, halten wir hier Kontakt. Bei den anderen Sektionen läuft es über WhatsApp. Aber es gibt schon viele Rückfragen bei Mitgliedern, wann es endlich wieder losgeht. Wir überlegen dann, im Außenbereich Bewegungseinheiten anzubieten.

Tips:Hat sich eurer Meinung nach das Bewegungsverhalten seit Corona verändert?

Jagereder: Massivst. Ich glaube, dass es gesundheitsmäßig nachhaltig zu Problemen führen wird. Gerade beim Turnen haben wir Senioren und Ältere, wo es um Gesundheitsgymnastik geht. Denen fehlt die Bewegung. Prokop: Ganz sicher, gerade auch bei den Kindern, die ja auch keinen Turnunterricht haben.

Tips:Wie geht es euren jungen Mitgliedern?

Prokop: Wir bekommen laufend Anfragen, wann es wieder losgeht. Die werden von unseren Vorturnern aufgenommen. Daher gibt es Überlegungen, Bewegungsstunden ins Freie zu verlegen.

Tips:Corona wird uns noch länger begleiten. Wird sich die Arbeit von den Sportvereinen anpassen müssen?

Prokop: Wir werden das Programm künftig anpassen müssen. Den Platz hätten wir. Gewisse Hygienemaßnahmen werden wir für längere Zeit einhalten müssen.

Jagereder: Jeder Verein wird sich nachhaltig verändern. Einerseits weil sich nicht alle Mitglieder wieder so zurückholen lassen. Speziell Vereine mit vielen Jugendlichen, wo ganze Jahrgänge wegbrechen. Andererseits werden bestimmte Sektionen auf längere Zeit nichts anbieten können. Beim Boxen hatten wir einen extrem starken Zuwachs, jetzt mit Corona wird es schwieriger, die Leute unterzubringen. Das wird eine Challenge, wie wir das bewerkstelligen. Gerade in den jungen Sektionen.


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