Ein Unentschieden, das sich wie ein Sieg anfühlt
RIED. Mit einer nach der Pause starken Leistung holte die SV Guntamatic Ried ein 1:1-Unentschieden gegen Sturm Graz – ein Remis, das sich wie ein Sieg anfühlte und das mehr gefeiert wurde als der 1:0-Sieg gegen Lustenau eine Woche zuvor.

Nach dem schnellen 0:1 durch Lang (11. Minute) schien Sturm alles im Griff zu haben. Sturm-Trainer Christian Ilzer meinte sogar: „Man hat selten eine Mannschaft gesehen, die in Ried so dominant war“. Die Grazer verabsäumten es aber, das 2:0 zu machen. „Dadurch haben sie uns im Spiel gelassen“, sagte Thomas Reifeltshammer, der Sportliche Leiter Profis der SVR.
Die Rieder, die in der 42. Minuten den ersten halbwegs ernst zu nehmenden Schuss in Richtung Tor verbuchten, kamen aber besser aus der Pause – bis Leo Mikic nach einem Foul an Demaku in der 62. Minute die gelb-rote Karte sah.
Die vermeintliche spielentscheidende Schwächung war aber keine: In den verbleibenden 30 Minuten hatte man zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, die Rieder hätten einen Spieler weniger am Platz. Auch als Sturm nach dem 1:1-Ausgleich durch einen von Christoph Monschein verwandelten Elfmeter (77. Minute) alles nach vorne warf, wirkte die Rieder Defensive immer sicher.
Für SVR-Trainer Christian Heinle war der Ausschluss ein Wendepunkt: „Was dann geschah, macht Ried aus. Wir haben das Stadion mitgenommen, wir haben uns untereinander motiviert – es ist schön, dass wir uns dafür belohnt haben.“
Nächstes Spiel in Klagenfurt
Heinle: „In den ersten drei Runden hat man beide Gesichter von uns gesehen. An einem guten Tag können wir fast jede Mannschaft fordern, an einem schlechten können wir gegen jeden verlieren.“ Eine Erkenntnis, die wohl verhindert, dass man die noch sieglose Austria Klagenfurt unterschätzt, bei denen die SVR am Samstag, 13. August antreten muss. Der Tabellenvorletzte hat am Wochenende nach zwei Niederlagen beim LASK und gegen Rapid in Wattens den ersten Punkt der Saison geholt.


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