SV Ried: „Wir wollen in einem Jahr klarer Aufstiegsfavorit sein“
RIED, GEINBERG. Saisonauftakt bei Bundesliga-Absteiger SV Guntamatic Ried: Nach einem Training in der Sportarena Geinberg stellten sich Sportdirektor Wolfgang Fiala, Cheftrainer Max Senft und Mannschaftskapitän Marcel Ziegl der Presse.

Vier neue Spieler hat die SV Ried bisher verpflichtet (David Bumberger, Nikki Havenaar, Oguzhan Özlesen und Mark Grosse), für fünf Positionen wird noch jemand gesucht: Tormann, linke Abwehrseite, Sechser (defensives Mittelfeld), Zehner (Spielmacher) und Neuner (Stürmer).
Michel Martin und Stefan Nutz, der laut Fiala noch Monate nicht spielen kann, würde die SVR gerne halten: „Wir haben ihm ein verbessertes Angebot unterbreitet und hoffen, dass er es annimmt.“ Genau anders herum ist die Lage bei Christoph Monschein. Der „Königstransfer“ der letzten Saison hat noch einen Vertrag, spielt aber in den Planungen der SVR keine Rolle mehr.
Ob es noch weitere Abgänge gibt, könne er nicht beantworten, sagte der Sportdirektor: „Die Transferzeit ist in der heißen Phase.“
Max Senft: „Wir befinden uns in einem Megaumbruch, aber das Trainingszentrum strotzt gerade vor Energie. Jetzt gilt es, diese Mentalität in Leistung umzusetzen und eine klare Spielidentität zu schaffen. Der erste Tag X ist das Cupspiel.“
Für die SV Ried gibt es in der ersten Runde (21. bis 23. Juli) ein Derby bei SPG WSC Hertha/FC Wels.
Neues Trainerteam
Das Trainerteam wurde fast komplett ausgewechselt. Lediglich Torwarttrainer Hubert Auer behielt seinen Job. Der neue Co-Trainer Eduard Buxmann, der von der Rieder U18 kommt, ist Senfts Wunschkandidat. Er sei „extrem akribisch mit unglaublichem Erfolgshunger“. Einen weiteren Co-Trainer, mit dem der Verein „in guten Gesprächen“ sei, will die SVR demnächst bekanntgegeben. Neuer Athletiktrainer ist Simon Zehenthofer, der schon bei Austria Wien und Stripfing arbeitete.
Wiederaufstieg
Mit dem direkten Wiederaufstieg, den seit 27 Jahren kein Absteiger mehr geschafft hat, rechnet man bei der SVR nicht. Fiala: „Die Liga ist nicht leicht. Ich sehe St. Pölten und den GAK als große Favoriten. Wir wollen in einem Jahr so dastehen, dass wir klarer Aufstiegsfavorit sind.“
Fiala: „Das Sportbudget ist etwa um ein Drittel reduziert. Wir haben bei der Einteilung freie Hand.“ Auf die Frage, ob sich der Vorstand einmischen werde, sagte er: „Die handelnden Personen sind hier bei der Pressekonferenz – und kein Vorstandsmitglied ist dabei.“
Saisonanalyse
Die vergangene Saison sei gründlich analysiert worden, sagte Max Senft, der es aber ablehnte, über die Zeit vor seiner Verpflichtung zu urteilen: „Wir haben es nicht geschafft, in der heißen Phase reguläre Tore zu erzielen, wir haben uns ein Stück weit naiv verhalten, und generell die Torchancen nicht genutzt.“
Sportdirektor Fiala fügte hinzu: „Wir haben es nicht hinbekommen, eine Fitness zu erreichen, die es uns erlaubte, nach der 70. Minute zuzulegen. Und wir waren als Klub keine Einheit, die sich zu 100 Prozent gegen den Abstieg stemmt.“
Mannschaftskapitän Marcel Ziegl meinte: „Nach ein paar Wochen brennt das Feuer wieder. Der Verein muss vom Vorstand bis zu den Fans eine Einheit sein. Die SVR muss ihre Heimstärke wieder finden. Wir brauchen eine Mentaität, dass es auf dem Platz raschelt.“


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