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SCHILDORN/WALDZELL. Jacqueline Seifriedsberger hat sich in die Sport-Geschichtsbücher eingetragen. Bei den 3. European Games, die in Kraków-Małopolska (Polen) stattfinden, gewann sie die erste jemals bei Sommerspielen vergebene Goldmedaille im Skispringen von der Normalschanze. Auch Bronze ging nach Österreich, an Sara Marita Kramer.

Jacqueline Seifriedsberger (l.) und Sara Marita Kramer mit ihren Medaillen (Foto: O?OC / Michael-Meindl)

Jacqueline Seifriedsberger lag schon nach dem ersten Durchgang, in dem sie 99 Meter weit sprang, in Führung. Im zweiten Sprung zeigte die 32-Jährige Nervenstärke und sicherte sich mit nur 0,3 Punkten Vorsprung auf die Slowenin Nika Prevc Gold. Bronze geht an Sara Marita Kramer und damit ebenfalls an Team Austria.

„Es ist unglaublich. Wenn mir das vorher jemand gesagt hätte, hätte ich es nicht geglaubt. Ich bin super happy, weiß gar nicht, was ich sagen soll. Ich freue mich mega“, sagte Seifriedsberger. Nika Prevc, die als Zweite des ersten Durchgangs unmittelbar vor ihr an der Reihe war, hatte sich mit der Tageshöchstweite von 100,5 Metern an die Spitze gesetzt. Seifriedsberger: „Ich muss ehrlich zugeben, dass ich vor meinem zweiten Sprung ein wenig nervös war. Ich war schon lange nicht mehr in so einer Situation. Aber ich habe mir gesagt, dass ich nichts zu verlieren habe und habe gewusst, dass ich es draufhabe.“

Für die Schildornerin, die für den SC Waldzell startet, schließt sich mit dem Sieg auch gewissermaßen ein Kreis. Der Skisprung-Bewerb wurde auf der Schanze in Zakopane ausgetragen. Dort (damals noch auf der alten Schanze) hatte Seifriedsberger vor 15 Jahren ihren ertsen großen Erfolg gefeiert: Gold bei der Junioren-WM 2008. „Scheinbar ist Zakopane für mich ein gutes Pflaster. Ich habe mich schon beim Herfahren gefreut, hier wieder springen zu können, weil ich gehört habe, dass es eine lässige Schanze ist. Dass es jetzt gleich so ausgeht, ist super.“


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