„Wir wollen für jeden Spieler die richtige Ausbildung finden“
RIED. Die Wenzel Schmidt Fußballakademie legt schon immer großen Wert auf die Persönlichkeitsentwicklung ihrer Spieler. Schule ist ebenso wichtig wie Fußball. Seit kurzem gibt es auch die Möglichkeit, einen Lehrberuf zu erlernen.

Julian Gadermayr ist pädagogischer Leiter der Akademie. Zu seinen Aufgaben zählen unter anderem die Ausbildungskoordination, die Abstimmung und Koordination mit dem Internat, Betreuung und Coaching der Spieler, die Wertevermittlung und die Leitung des im vergangenen Jahr gegründeten „Lehrlingsprojekts“.
Projekt Lehre
Das Projekt zielt darauf ab, Spielern den Weg in die Lehre zu ebnen und ihnen somit eine solide berufliche Perspektive jenseits des Fußballplatzes zu bieten. „In Zusammenarbeit mit der WKOÖ und regionalen Wirtschaftspartnern möchten wir ein Bildungsangebot schaffen, das den individuellen Fähigkeiten und Interessen der Spieler gerecht wird“, erläutert Gadermayr. Die SV Ried ist dafür auf der Suche nach Unternehmen, die bereit sind, sich aktiv an dem Projekt zu beteiligen um gemeinsam die nächste Generation von Fußballern und Fachkräften für die Zukunft zu formen.
Akademie und Schule
Besonders dankbar ist die Akademie für die gute Zusammenarbeit mit den Rieder Schulen. Zu den Schulkooperationspartnern zählen aktuell die HAK/HAS, das BORG, das Gymnasium, die PTS und die SMS1 Ried. Im vergangenen Schuljahr besuchten über 60 Spieler die HAK/HAS Ried. Die Schule ist damit der größte Schulkooperationspartner der Fußballakademie. Die Kooperation ermöglicht den jungen Leistungsfußballern, jeweils dienstags und donnerstags ein Vormittagstraining zu absolvieren. In der Sport-HAK ist dies im Stundenplan verankert. In der eingeführten „Lernwerkstatt“, werden die jungen Kicker im ersten Jahrgang schulisch individuell unterstützt und gefördert. Mit Schulkoordinatorin Sigrid Wagner, gibt es auch eine Lehrerin vor Ort, welche die Interessen von Akademie und Spieler sowie Schule und Lehrer aufeinander abstimmt.
Spannungsfeld Nachwuchsleistungsfußball
Mit der Aufnahme in die Akademie und dem damit verbundenen Übergang in die Oberstufe beziehungsweise dem Eintritt in die Lehre wechseln mehr als die Hälfte der Spieler ihren Wohnort in das Internat Ried. Geführt vom Heimbauverein OÖ unter der Leitung von Heidi Außerleitner, werden hier aktuell 45 junge Spieler bestmöglich unterstützt und betreut.
Neben den wöchentlich insgesamt sechs Trainingseinheiten und einem Spiel am Wochenende, gilt es sich in der noch übrig gebliebenen „Freizeit“ für Tests und Schularbeiten vorzubereiten. Dies erfordert ein hervorragendes Zeitmanagement, viel Durchhaltevermögen und vor allem Ehrgeiz. Dazu kommen auch noch Verletzungen, sportliche Rückschläge, Heimweh, die erste Freundin oder hin und wieder auch kleinere Reibereien untereinander auf die Burschen zu.
„Was die Jungs täglich leisten und wie sie mit ihren Herausforderungen umgehen ist erstaunlich“, lobt Gadermayr.
„Wir wollen ein Umfeld schaffen, in dem die Jungs ihre Probleme ansprechen können und in dem Fehler machen erlaubt ist. Dies erfordert ein gewisses Maß an Offenheit und eine gute Zusammenarbeit aller beteiligten Personen wie Betreuer, Trainer, Eltern und Lehrer mit dem gemeinsamen Ziel, dass die Jungs zu selbstverantwortlichen und reflektierten Erwachsenen reifen.“


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