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RIED IM INNKREIS. „Ich bin kein grundsätzlicher Kritiker der Umfahrungsspange 3, aber ich sehe das Vorhaben sehr kritisch“, sagte Umweltlandesrat Rudi Anschober (Grüne) bei einem Lokalaugenschein, an dem auch die von der Trassenführung direkt betroffenen Biobauern teilnahmen.

Landesrat Rudi Anschober (2. v. l.) beim Lokalaugenschein mit den betroffenen Biobauern Martin Badegruber sowie Karin und Peter Gadermaier (v. l.)
Er gehe davon aus, dass die Spange bald in der Landesregierung behandelt werde. Anschober: „In Ried gibt es gerade viele Veränderungen im Verkehrsbereich, zu denen man der Stadt nur gratulieren kann. Das Einkaufszentrum mitten in der Stadt zu bauen, ist eine sehr kluge Entscheidung, und von der Begegnungszone bin ich restlos begeistert.“ Gerade deswegen sei es aber sinnvoll, abzuwarten und erst die Auswirkungen dieser positiven Projekte zu prüfen, bevor man die endgültige Entscheidung über die Umfahrung trifft. Anschober: „In einem Jahr kann die Verkehrssituation ganz anders aussehen. Wenn die Landesregierung nicht auf diesen Kompromiss eingeht, werde ich nicht zustimmen.“ Das habe allerdings keine aufschiebende Wirkung, schränkte er ein. Auch unter dem Aspekt des Bodenverbrauches sei die Spange kritisch zu sehen, zudem sei ausgerechnet Biolandschaft betroffen. Ein Anrainer wies zudem darauf hin, dass in einer Senke neben der geplanten Trasse ein artesischer Brunnen sei. Die Straße werde, so Biobauer Peter Gadermaier, 4,1 Hektar Land verbrauchen, davon 1,5 Hektar für die Verkehrsfläche.

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