Weniger Arbeitslose im Bezirk Ried
RIED. Nachdem die Zahl der Arbeitslosen in den letzten Monaten ständig gestiegen war, gab es im Mai eine „sehr erfreuliche Entwicklung“, berichtet der Stellvertretende Leiter des AMS Ried, Gunter Schmidhuber. Zum ersten Mal in diesem Jahr liegt die Quote unter dem Wert vom vorigen Jahr.

1006 Arbeitslose (2016 waren es 1049) entsprechen einer Arbeitslosenquote von 3,7 Prozent (2016: 3,9 Prozent). Damit liegt der Bezirk Ried deutlich unter dem Oberösterreich-Wert von 5,1?Prozent (2016: 5,5 Prozent) und noch klarer unter dem Österreich-Wert von 8,0 Prozent (2016: 8,5 Prozent).
Erfolgreiche Vermittlung
Im Mai wurden 327 Personen neu arbeitslos gemeldet – eine mehr als 2016. Das bedeutet, erklärt Schmidhuber, dass die Reduktion der Arbeitslosenzahl durch erfolgreiche Vermittlung in Arbeit nun wieder deutlich besser gelingt.
Nachfrage gestiegen
Dabei hilft, dass die Nachfrage nach Arbeitskräften enorm gestiegen ist. Schmidhuber: „Im Mai wurden uns 531 offene Stellen gemeldet, das sind um 210 mehr als im Vorjahr.“ Vor allem Produktionsbetriebe und Arbeitskräfteüberlasser hätten erhöhten Bedarf an Arbeitskräften.
Längere Dauer
Sorgen bereitet dem AMS die Entwicklung bei der Dauer der Arbeitslosigkeit. Besonders Personen, bei denen zur langen Arbeitslosigkeit noch Vermittlungshemmnisse kommen (Alter, gesundheitliche Probleme, Betreuungspflichten), haben es immer schwerer, dauerhaft im Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Schmidhuber: „Wir suchen die beste Lösung zur Beendigung der Arbeitslosigkeit und zur Stellenbesetzung – und an der müssen die Kunden verbindlich mitarbeiten!“


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