Oberösterreich verzeichnet neuen Rekordwert bei Wohnungsverkäufen
RIED. Der Bezirk Ried zählt zu den Bezirken, in denen im ersten Halbjahr 2020 mehr Wohnungen verkauft wurden als im ersten Halbjahr 2019. Oberösterreich ist das einzige Bundesland, das bei den Verbücherungszahlen für Wohnungen einen Zuwachs verzeichnet.

Diese Zahlen meldet der neue RE/MAX-ImmoSpiegel. 3.132 Wohnungsverkäufe in OÖ bedeuten sogar einen neuen Rekordwert – im Gegensatz zum Bundestrend, der zum zweiten Mal in Folge rückläufig ist. Das Ergebnis liegt knapp über dem Niveau von 2016 und ist immer noch das viertbeste Ergebnis bisher.
Steigerung in Ried
Im Bezirk Ried wurden im ersten Halbjahr 118 Wohnungen verkauft, um 16 mehr als vor einem Jahr. Mit einem durchschnittlichen Quadratmeterpreis von 2.290 Euro liegt der Bezirk deutlich unter dem Österreich-Schnitt von 3.473 Euro – auf die Unterschiede zwischen der Stadt Ried und dem Umfeld wird aber nicht eingegangen.
Leichter Rückgang
Österreichweit konsolidieren sich die verkauften Mengen wieder, die Durchschnittspreise steigen noch (plus 4,4 Prozent), aber nur etwa halb so stark wie im Vorjahr (plus 7,6 Prozent). Die Preissteigerung liegt zwischen jener von 2018 und 2019.
In den amtlichen Grundbüchern wurden von Jänner bis Juni 23.868 Wohnungskäufe in Österreich registriert – vier Prozent unter dem Wert von 2019 und 8,8 Prozent weniger als im Rekordjahr 2018. Bei steigenden Preisen ging der Transaktionswert von 5,66 auf 5,63 Milliarden Euro zurück.
Teurer wohnen
In Oberösterreich hingegen schnellte 2020 der Gesamtwert der im ersten Halbjahr gehandelten Wohnungen in die Höhe: laut RE/MAX von 570 auf 658 Millionen Euro (plus 15,3 Prozent). Der Durchschnittspreis kommt mit 197.237 Euro (11.630 Euro mehr als 2019) erstmals in die Nähe der 200.000-Euro-Grenze. Im Fünfjahresvergleich sind Wohnungen in Oberösterreich um mehr als ein Viertel (27,6 Prozent) teurer geworden.


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