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BEZIRK RIED. Eine aktuelle WIFO-Studie belegt: Kleine Änderungen im Kaufverhalten zeigen große Wirkungen. Seit der Corona-Pandemie wird Regionalität noch mehr geschätzt. Die Österreicher greifen verstärkt zu heimischen Lebensmitteln, weil sie wissen, dass sie sich auf Bauern verlassen können.

Aktionstag „Das isst Österreich“ am Bauernmarkt in Ried (v. l.): Monika Rendl (Vorsitzende der Bäuerinnen), Josef Köstler (Bauernmarkt Ried), Irene Kern (Bauernmarkt Ried) Josef Diermayer (BBK Obmann) Foto: Landwirtschaftskammer OÖ

Unter dem Motto „Schau auf regionale Qualität“ informierten Bauern bei den Aktionstagen in den Regionen über das, was heimische Qualität ausmacht und gaben Tipps, worauf man beim Einkauf achten sollte. So unterstützen die staatlich anerkannten Gütesiegel, das rot-weiß-rote AMA Gütesiegel und das AMA Biosiegel, bei der richtigen Pro-duktwahl und garantieren nachvollziehbar hohe Qualität aus Österreich.

„Die Landwirte entwickeln unsere Kulturlandschaft, versorgen die Menschen auch in Krisen mit hochwertigen Lebensmitteln und sind damit die Grundlage für lebenswerte und attraktive Regionen. Durch den Kauf von lokal und regional produzierten Lebensmitteln unterstützen die Menschen die Bauern bei der Erfüllung ihrer Aufgaben und sichern die Zukunft unserer bäuerlichen Familienbetriebe. Davon profitieren in der Folge alle vor- und nachgelagerten Bereiche, die gemeinsam mit der Landwirtschaft lebendige ländliche Räume garantieren“, stellte Bezirksbauernkammer-Obmann Josef Diermayer klar.

Betriebe werden von Frauen im Nebenerwerb geführt

Hier übernehmen vor allem Bäuerinnen und Frauen in ländlichen Regionen wegweisende und zukunftsgerichtete Rollen. „Die heimische Landwirtschaft basiert auf kleinen und mittleren, familiären Betrieben, die die Eigenversorgung mit Lebensmitteln sichern. Mehr als die Hälfte ist im Nebenerwerb tätig und wird mehrheitlich von Frauen geführt. Um ein nachhaltiges Wirtschaften dieser Betriebe zu gewährleisten, braucht es ein Bekenntnis der Konsumenten zur heimischen Produktion. Wir wollen daher über die Vorzüge österreichischer Produkte informieren und den Menschen die Wahl für Lebensmittel aus Österreich schmackhaft machen“ führte Vorsitzende der Bäuerinnen Monika Rendl aus.

Regionaler Einkauf stärkt die Wertschöpfung

Das österreichische Wirtschaftsforschungsinstitut hat im Auftrag der Landwirtschaftskammer untersucht, ob und wie sich mehr Regionalität im Einkauf auf Wertschöpfung und Arbeitsplätze auswirkt. „Das Ergebnis beweist eindeutig, dass gelebte Regionalität positive Auswirkungen auf die gesamte Wertschöpfungskette hat: Wenn jeder oberösterreichische Haushalt monatlich nur um 3,50 Euro – also ein Prozent – mehr heimische Lebensmittel kauft, schafft das in Oberösterreich 550 neue Arbeitsplätze“, erläutert Michaela Langer-Weninger, Präsidentin der Landwirtschaftskammer OÖ.


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