Reinigungspersonal leistet systemrelevante Arbeit
RIED. Die zweite Coronawelle hat in den Spitälern wieder zu stark belegten Intensivstationen geführt. Die Belastung für die Spitalsmitarbeiter ist hoch. Das Land Oberösterreich hat Bonuszahlungen für systemrelevante Berufe angekündigt.

Reinigungspersonal und Desinfektionsteams „kämpfen“ seit Monaten an der Seite von Intensivmedizinern und Pflegekräften. Mit Schutzanzügen reinigen sie im Schichtbetrieb Kliniken und Intensivstationen.
„Es wäre interessant zu wissen, ob mit Blick auf die Bonuszahlungen unsere Reinigungsmitarbeiter auch zu den Systemerhaltern gezählt werden“, fragt Unternehmer Wenzel Schmidt, CEO der Schmidt Holding GmbH.
350 seiner über 1.000 Mitarbeiter sind aktuell in Oberösterreich mit der Reinigung von Gesundheitseinrichtungen beschäftigt.
Schmidt fordert seit Jahren als einer der führenden Dienstleistungsbetriebe mit Fokus auf Krankenhausreinigung höhere Mindestlöhne durch eine Änderung beim Bestbieterprinzip. Die Fokussierung auf das „wirtschaftlich günstigste Angebot“ führe derzeit dazu, dass öffentliche Ausschreibungen zumeist an jene Firmen gehen, die mit Billigangeboten die Gehälter ihrer Angestellten nach unten drücken. Schmidt appelliert an die Politik, dass faire Entlohnung unbedingt Teil des Bestbieter-Prinzips wird, damit vermehrt Unternehmen zum Zuge kommen, die ihre Mitarbeiter angemessen entlohnen.


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