Grüne warnen vor Flächenfraß
RIED. Die Grünen Bäuerinnen und Bauern (GBB) weisen seit Jahren darauf hin, dass der Flächenfraß eines der wichtigsten Themen für die Landwirtschaft ist.

Als ein Beispiel dafür nennen der Rieder Bezirkssprecher Lukas Oberwagner und die zweite Spitzenkandidatin der Grünen für die Landwirtschaftskammer-Wahl, Katharina Stöckl, die Umfahrungsspange 3 im Süden von Ried. Der Straße würden Ackerflächen von zwei Biobauern zum Opfer fallen.
„Umweltpolitischer Super-GAU“
„Der angerichtete Schaden würde den umweltpolitischen Super-GAU für Ried bedeuten“, warnt Oberwagner: „Nicht umsonst haben wir in Ried die Resolution zum Schutz der Arten und Böden verabschiedet. Wir sind Klimanotstandsgemeinde und haben uns einstimmig dazu verpflichtet, Projekte auf ihre Klimaverträglichkeit hin zu prüfen.“ Der invasive Eingriff in Fauna und Flora werde durch ein von den Bezirksgrünen beauftragtes Expertengutachten belegt.
„Zukunftsfähige, nachhaltige Politik“
Katharina Stöckl: „Bei der Landwirtschaftskammerwahl am 24. Jänner können wir uns als wahlberechtigte Bäuerinnen und Bauern für eine zukunftsfähige, nachhaltige Politik einsetzen. Die Lage ist ernst, wenn nicht schon dramatisch. Neben der Spange 3 gibt es weitere Projekte, die unsere Böden und damit unsere Ernährungssouveränität gefährden.“ Die Schäden gingen über den Verlust an landwirtschaftlicher Fläche hinaus, sagt Stöckl: „Die verbleibenden Flächen müssen veränderten Wasserläufen, Erosionen und anderem standhalten oder gleich als Rückhaltebecken fungieren. Das verstärkt die Belastungen der bäuerlichen Betriebe weiter.“
Stöckl: „Wer für sich und seine Kinder als Bauer oder einfach als lebensbejahender Mensch in eine sichere Zukunft gehen will, muss nach Mehrheiten suchen, die dem Klima und dem Boden eine Stimme geben. Es geht hier um die Lebensgrundlage aller Menschen. Dazu braucht es auch uns Grüne Bäuerinnen und Bauern als starke Vertretung in der Landwirtschaftskammer.“


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