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RIED. In der zweiten Runde der Rotary-Sommergespräche interviewte Helmut Slezak den Bürgermeisterkandidaten der Grünen, Verkehrsstadtrat Lukas Oberwagner.

Lukas Oberwagner (l.) und Moderator Helmut Slezak (Foto: Tips / Horn)
  1 / 3   Lukas Oberwagner (l.) und Moderator Helmut Slezak (Foto: Tips / Horn)

Der 35-Jährige ist der Jüngste der fünf Bürgermeisterkandidaten. Oberwagner ist seit 2015 im Gemeinderat und seit 2017 Stadtrat. Für Politik habe er sich schon sehr früh interessiert, sein späteres Engagement sei daher vorgezeichnet gewesen. Er beschreibt seine Grundeinstellung: „Ich weiß, dass ich nicht alleine entscheiden kann, daher versuche ich, einen Konsens zu erzielen.“

Soziale Medien seien notwendig, aber gerade in der Kommunalpolitik sei der persönliche Kontakt wichtig. Der Wahl blickt er zuversichtlich entgegen: „In unserem Wahlprogramm werden sich sicher über 50 Prozent wiederfinden können.“

Mit dem Rieder Image als Schul- und Sportstadt ist Oberwagner zufrieden, es fehle aber noch die Aufenthaltsqualität. Ein Problem der Stadt sei, dass zwar der Wohnbau explodiere, aber dass in der Innenstadt trotzdem viel Wohnraum leer stehe: „Der Druck, dass der Altbau saniert wird, fehlt. Wir müssen wieder dorthin kommen, dass die Innenstadt mit ihren Plätzen den Menschen gehört.“

„Zuerst müssen die Fußgänger kommen“

Beim Thema Verkehr bekräftigte Oberwagner sein Nein zur Spange 3, auch wegen des Erhalts der Naturflächen. Zu Slezaks Frage nach temporären autofreien Zonen, zum Beispiel am Hauptplatz, meinte er: „Das ist nicht nur denkbar, sondern notwendig.“ Bei der Stadtplanung müssten die Prioritäten geändert werden: „Zuerst müssen die Fußgänger kommen, dann die Radfahrer, dann der öffentliche Verkehr und erst zum Schluss die Autos.“

Bürgerbeteiligung dürfe nicht totmoderiert oder zu einem Wunschkonzert werden. Dazu brauche man einen Plan und Verantwortlichkeiten.

Als seine erste Maßnahme als Bürgermeister nannte Oberwagner die Umsetzung des vom Gemeinderat beschlossenen Klimanotstandes: „Der Beschluss sieht zwingend vor, dass alle Maßnahmen auf ihre Auswirkungen auf das Klima geprüft werden.“


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