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REICHERSBERG. Gleich mit zwei Bürgerlisten hatten es die „Altparteien“ in Reichersberg zu tun. Bürgermeister Bernhard Öttl (ÖVP) steht in der Stichwahl dem Kandidaten der Bürgerliste Pro Dialog, Thomas Schamberger, gegenüber.

Bernhard Öttl, ÖVP (Foto: privat)
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Öttl kam in der ersten Runde auf 457 Stimmen (46,26 Prozent), Schamberger auf 316 (31,98 Prozent). Der Vorsprung scheint klar zu sein, dennoch meint Öttl: „Es wird sehr eng.“ Pro Dialog und die zweite Liste Team Reichersberg erhielten zusammen sogar etwas mehr Stimmen als Öttl. Die Stimmen der FPÖ-Wähler und der Nichtwähler könnten den Ausschlag geben.

Auch Thomas Schamberger, der das Erreichen der Stichwahl als „großartigen Erfolg“ bezeichnet, rechnet mit einem knappen Ergebnis: „Ich habe eine realistische Chance, mit dieser verantwortungsvollen Aufgabe betraut zu werden. Ich möchte diese Aufbruchsstimmung nutzen, um offene Gräben zu schließen und dadurch nicht realisierte Projekte umzusetzen. Aufgrund meiner Unabhängigkeit fühle ich mich ausschließlich den Bürgerinnen und Bürgern verpflichtet und vertrete keine sonstigen politischen Interessen.“

Er kritisiert, dass in den letzten Jahren „häufig politische Interessen über die der Gemeindebürger gestellt wurden“. Öttl führt die Bildung der Bürgerlisten auf die Verkehrsprobleme („Da können wir nichts dafür“) und die Diskussion um den Beitritt der Marktgemeinde zum Wirtschaftspark zurück.

Schamberger nennt als Grund für seine Kandidatur, dass er „sehr viel Zuspruch aus der Bevölkerung für unsere Vereinsarbeit bei Pro Dialog“ erhalten habe. Die Kandidatur sei der nächste logische Schritt gewesen.

Bürgermeister Öttl: „Wir hatten bisher im Gemeinderat über 90 Prozent einstimmige Entscheidungen. Die Mehrheitsfindung wird jetzt schwerer, weil es keine absolute Mehrheit mehr gibt. Aber ich habe bisher mit allen gut zusammengearbeitet, und falls ich Bürgermeister bleibe, wird das auch so bleiben.“


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